[Notes:
8: The two queens have quarreled, and Hagen, as the faithful
liegeman of Brunhild, seeks the life of Siegfried, who is
invulnerable except in one spot on his back. At the end of a
day’s hunt in the Odenwald (across the Rhine from Worms) the
thirsty Siegfried races with Gunter and Hagen to a spring.
9: The silken cross which the unsuspecting Kriemhild has sewn
upon her husband’s corselet, in order that Hagen may protect him
from the spears of the enemy.]
_From Adventure 39: The end of the Nibelungs._[10]
Den Schild liess er fallen, seine Stärke, die war gross;
Hagnen von Tronje mit den Armen er umschloss.
So ward von ihm bezwungen dieser kühne Mann;
Gunter der edle darob zu trauern begann.
Hagnen band da Dietrich und führt’ ihn, wo er fand 5
Kriemhild die edle, und gab in ihre Hand
Den allerkühnsten Recken, der je Gewaffen trug;
Nach ihrem starken Leide ward sie da fröhlich genug.
Da neigte sich dem Degen vor Freuden Etzels Weib:
“Nun sei dir immer selig das Herz und auch der Leib; 10
Du hast mich wohl entschädigt aller meiner Not,
Ich will dir’s immer danken, es verwehr’ es denn der Tod.”
Da sprach der edle Dietrich: “Nun lasst ihn am Leben,
Edle Königstochter; es mag sich wohl begeben,
Dass Euch sein Dienst vergütet das Leid, das er Euch tat. 15
Er soll es nicht entgelten, dass Ihr ihn gebunden saht.”
Da liess sie Hagnen führen in ein Haftgemach,
Wo niemand ihn erschaute, und er verschlossen lag.
Gunter der edle hub da zu rufen an:
“Wo blieb der Held von Berne? Er hat mir Leides getan.” 20
Da ging ihm hin entgegen von Bern Herr Dieterich.
Gunters Kräfte waren stark und ritterlich;
Da säumt’ er sich nicht länger, er rannte vor den Saal.
Von ihrer beider Schwertern erhob sich mächtiger Schall.
So grossen Ruhm erstritten Dietrich seit alter Zeit, 25
In seinem Zorne tobte Gunter so im Streit,
Er war nach seinem Leide von Herzen feind dem Mann;
Ein Wunder musst’ es heissen, dass da Herr Dietrich entrann.
Sie waren alle beide so stark und mutesvoll,
Dass von ihren Schlägen Palast und Turm erscholl, 30
Als sie mit Schwertern hieben auf die Helme gut.
Da zeigte König Gunter einen herrlichen Mut.
Doch zwang ihn der von Berne, wie Hagnen war geschehn,
Man mochte durch den Panzer das Blut ihm fliessen sehn
Von einem scharfen Schwerte, das trug Herr Dieterich; 35
Doch hatte sich Herr Gunter gewehrt, der müde, ritterlich.
Der König ward gebunden von Dietrichens Hand,
Wie nimmer Kön’ge sollten leiden solch ein Band.
Er dachte, liess er ledig Guntern und seinen Mann,
Wem sie begegnen möchten, die müssten all den Tod empfahn. 40
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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