Fossil Butterflies: Memoirs of the American Association for the Advancement of Science, I.Scudder, Samuel Hubbard
Science
Fossil Butterflies: Memoirs of the American Association for the Advancement of Science, I.
Scudder, Samuel Hubbard
Butterflies, Fossil
Die Farbe des Flügels ist ein dunkles Graubraun; am Grunde
und im Randfelde ist er dunkler, welche dunklere Parthie aber
allmählig in die hellere verläuft; gegen die Augenflecken
zu wird die Farbe wieder dunkler; längs des Randes bemerken
wir eine Reihe (nemlich 6) von runden, hellen Flecken und
zwar liegt je zwischen zwei Längsadern ein solcher Fleck,
welcher das ganze Feld zwischen den Adern ausfüllt. Es reicht
dieser helle Fleck nicht bis zum Flügelrande, welcher wieder
dunkler graubraun gefärbt ist. In der Mitte jedes Fleckens
legt ein schwarzer, runder Punkt; ob dieser noch einen weissen
Augenpunkt besessen habe oder nicht, ist nicht mit Sicherheit
zu ermitteln, doch ist es wahrscheinlich, indem wenigstens bei
zwei dieser Punkte in der Mitte eine kleine, hellere Stelle
wahrzunehmen ist. Diese hellen Augenflecken scheinen von keinem
schwarzen Ring eingefasst zu sein.
Von den Unterflügeln ist nur der Grund erhalten. Wir sehen da
die, bald in zwei Gabeläste sich spaltende, vena analis und
die beiden am Grunde ganz genäherten Mitteladern. Die Färbung
dieses Flügeltheils ist gleich wie am Oberflügel, und zwar nach
dem Grunde zu auch dunkler werdend.…
Die Bestimmung der Gattung, zu welchem unser Thier gehört,
wird sehr dadurch erschwert, dass der Hinterrand nicht ganz
erhalten ist. Nach [181] der allgemeinen Form und dem Geäder
der Flügel muss er wohl zu den Nymphaliden gehören. Bei
den Papilionen, Pieriden, Danaiden und Satyriden ist die
Mittelzelle der Flügel durch einen starken Verbindungsast
der vena externo-und interno-media geschlossen, wogegen beim
fossilen Thiere die Mittelzelle des Oberflügels, und vielleicht
auch die des Unterflügels, geöffnet ist, wie diess bei vielen
Nymphaliden vorkommt. Von den Pieriden unterscheidet er sich
überdiess durch die Art der Verästelung der v. externo-media,
indem (um mich der Terminologie von Herrich Schäffer zu
bedienen) die 7te und 9te Rippe, vom Nahtrande an gerechnet,
aus der sechsten entspringen, und die achte aus der siebenten,
während beim fossilen Thiere die 8te und 9te Rippe, wie bei den
Nymphaliden, aus der 7ten entspringen. So weist also das Geäder
auf einen Nymphaliden. Unter diesen kommen ein paar Gattungen
vor (nemlich Apatura und Melitæa) mit offener Mittelzelle der
Hinterflügel; allein bei diesen finden sich keine Arten mit
Augenflecken, wogegen unter den Vanessen eine Art vorkommt,
welche in der Fleckenbildung eine auffallende Aehnlichkeit mit
dem fossilen Thiere hat. Zwar ist bei Vanessa die Mittelzelle
der Hinterflügel geschlossen, aber durch einen so zarten,
feinen Querast, dass dieser sich leicht verwischen konnte.
Jene dem fossilen Thiere nahe verwandte Art der Lebenwelt
ist die Vanessa Hedonia L. F. Cramer de Uetlandsche Kapellen
T. II, Taf. 69, C. D. und T. VIII, Taf. 374, E. F. Es hat
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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