Hymns from the German: Translated by Frances Elizabeth Cox
Religion
Hymns from the German: Translated by Frances Elizabeth Cox
Hymns, German; Hymns, German -- Translations into English
Gott, Den ich als Liebe kenne,
Der Du Krankheit auf mich legst,
Und des Leidens Gluth erregst,
Dass ich davon stöhn und brenne:
Brenne doch das Böse ab,
Das den Geist bisher gehindert,
Das der Liebe Regung mindert,
Die ich öfters von Dir hab.
In der Schwachheit sei Du kräftig,
In den Schmerzen sei mir süss;
Schaffe, dass ich Dich geniess,
Wenn die Krankheit streng und heftig:
Denn was jetzt den Leib bewegt,
Was mein Fleisch und Mark verzehret,
Was den Körper jetzt beschweret,
Hat die Liebe selbst erregt.
Leiden ist jetzt mein Geschäfte;
Anders kann ich jetzt nicht thun,
Als nur in dem Leiden ruhn:
Leiden müssen meine Kräfte,
Leiden ist jetzt mein Gewinnst;
Das ist jetzt des Vaters Wille,
Den verehr ich sanft und stille,
Leiden ist mein Gottesdienst.
Gott, ich nehms aus deinen Händen
Als ein Liebeszeichen an,
Denn in solcher Leidensbahn
Willst Du meinen Geist vollenden:
Auch die Labung, die man mir
Zu des Leibes Nothdurft giebt,
Kommt von Dir, Der mich geliebet,
Alles kommt, mein Gott, von Dir.
Lass nur nicht den Geist ermüden
Bei des Leibes Mattigkeit,
Dass er sich zu aller Zeit
In Dich senk in Lieb und Frieden:
Lass des Leibes Angst und Schmerz
Nicht der Seelen Auffahrt hindern
Und die Ruhe in mir mindern;
Unterstütze Du das Herz.
Hilf mir, dass ich ganz bescheiden
Und mit aller Freudigkeit,
Ruhe und Gelassenheit,
Mög auf meinem Bette leiden:
Denn wer so am Fleische leidt,
Wird gereinigt von den Sünden,
Und durch schmerzliches Empfinden
Nur an seinem Geist erneut.
Dir empfehl ich nun mein Leben,
Und dem Kreuze meinen Leib;
Gieb, dass ich mit Freuden bleib
An Dich völlig übergeben:
Denn so weiss ich festiglich,
Ich mag leben oder sterben,
Dass ich nicht mehr kann verderben;
Denn die Liebe reinigt mich.
Christian Friedrich Richter. 1676-1711.
The Path of Grief.
Whom the Lord loveth He chasteneth, and scourgeth every son whom He
receiveth.
_Hebrews_, xii. 6.
O God, Whose attributes shine forth in turn,
To me conspicuous as a God of Love,
Since with weak health Thou dost my patience prove,
And kindlest fires of grief that fiercely burn;
Burn in the furnace of affliction’s fire
All that has been a hindrance and a let,
When, through Thy grace, my heart was fully set
To serve Thee as Thy righteous laws require.
In hours of weakness, O be Thou my Strength!
My Source of comfort, when by anguish tried;
And let thy joy within my breast abide,
Through agonizing days of tedious length:
What though incessant pain through weary hours
My flesh and bones in constant torture keep,
Though ceaseless throbbings bar my eyes from sleep,
’Tis love that on my head its blessing showers.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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