Der HERR Zebaoth ist mit vns, Der Gott Jacob ist vnser schutz. Sela.
Kompt her, vnd schawet die werck des HERRN, Der auff erden solch
zestören anrichtet.
Der den Kriegen steuret jnn aller welt, Der bogen zubricht, spies
zuschlegt vnd wagen mit fewr verbrend.
Seid stille, vnd erkennet, das ich Gott bin, Ich wil ehre einlegen vnter
den Heiden, ich wil ehre einlegen auff erden.
Der HERR Zebaoth ist mit vns, Der Got Jacob ist vnser schutz.
Da er aber das volck sahe, gieng er auff einen berg, vnd satzte sich,
vnd seine Jünger tratten zu jm. Und er that seinen mund auff, leret sie
vnd sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind, denn das Himelreich
ist jre. Selig sind, die da leide tragen, denn sie sollen getröst
werden. Selig sind die senfftmütigen, denn sie werden das erdreich
besitzen. Selig sind, die da hungert vnd dürstet nach der gerechtigkeit,
denn sie sollen sat werden. Selig sind die barmhertzigen, denn sie
werden barmhertzigkeit erlangen. Selig sind die reines Hertzens sind,
denn sie werden Gott schauen. Selig sind die friedfertigen, denn sie
werden Gottes kinder heissen. Selig sind, die vmb gerechtigkeit willen
verfolget werden, denn das Himelreich ist jre. Selig seid jr, wenn euch
die menschen vmb meinen willen schmehen vnd verfolgen vnd reden allerley
vbels widder euch, so sie daran liegen. Seid frölich vnd getrost, Es
wird euch im himel wol belohnet werden, Denn also haben sie verfolget
die Propheten, die vor euch gewesen sind.
3
_From the Epistle on Translating (1530)._[17]
Ich hab mich des gefliessen[18] im dolmetschen, das ich rein vnd klar
deudsch geben möchte. Vnd ist vns wol offt begegenet, das wir 14 tage,
drey, vier wochen haben ein einiges[19] Wort gesucht vnd gefragt,[20]
habens dennoch zuweilen nicht funden. In Hiob erbeiten[21] wir also,
M. Philips,[22] Aurogallus[23] vnd ich, das wir in vier tagen zuweilen
kaum drey zeilen kundten fertigen. Lieber, nu es verdeudscht vnd bereit
ist, kans ein jeder lesen vnd meistern.[24] Leuft einer jtzt mit den
augen durch drey oder vier Bletter, vnd stösst nicht einmal an, wird
aber nicht gewar, welche Wacken vnd Klötze[25] da gelegen sind, da er
jtzt vber hin gehet wie vber ein gehoffelt[26] Bret, da wir haben must
schwitzen[27] vnd vns engsten, ehe denn wir solche Wacken und Klötze aus
dem wege reumeten, auff das man kündte so fein daher gehen. Es ist gut
pflügen, wenn der Acker gereinigt ist. Aber den Wald vnd die Stöcke
ausrotten, vnd den Acker zurichten, da wil niemand an. Es ist bey der
Welt kein danck zu uerdienen. Kann doch Gott selbs mit der Sonnen, ja
mit Himel vnd Erden, noch mit seines eigen Sons tod, keinen danck
verdienen, Sie sey vnd bleibe Welt ins Teufels namen, weil sie ja nicht
anders wil.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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