(_Hie zwischen kam der bapst geritten in grossem triumph in harnisch mit
grossem kriegszüg[21] zů ross und fůss mit grossen panern und fenlinen
von allerlei nationen lüt. --Sin eidgenossen gwardi[22] all in siner
farb, trumeten, pasunen,[23] trummen, pfifen, kartonen,[24]
schlangen,[25] hůren und bůben und was zum krieg gehört, richlich,
hochprachtlich, als ob er der türkisch keiser wär. Do sprach aber_)
CLÄIWE PFLŮG
Vetter Rüede, und wer ist aber der gross keiser,
Der mit im bringt so vil kriegischer pfaffen und reiser[26]
Mit so grossen mechtigen hochen rossen, 65
So mencherlei wilder seltsamer bossen,[27]
So vil multier mit gold, samet beziert,
Und zwen spicherschlüssel[28] im paner fiert?
Das nimpt mich frömbd und mechtig wunder.
Wärind nit so vil pfaffen darunder, 70
So meinte ich doch, es wärind Türken und heiden.
Mit denen seltsamen kappen und wilden kleiden....
RÜEDE VOGELNEST
Das weiss ich ouch und kan dir’s sagen.
Man můss in uf den achslen tragen
Und wil darfür gehalten werden, 75
Dass er sig ein gott uf der erden;
Darumb treit er der kronen dri,
Dass er über all herren si
Und sig ein statthalter Jesu Christ,
Der uf dem esel geritten ist. 80
CLÄIWE PFLŮG
Das möcht wol ein hoffertig statthalter sin!
Das lit heiter am tag und ist ougenschin.
Das sind doch warlich zwo unglich personen:
Des ewigen gotts sun treit ein dörne kronen
Und ist der armůt geliebt und hold; 85
So ist sins statthalters kronen gold
Und benüegt sich dennocht nit daran,
Er wil dri ob einandern han.
So ist Christus fridsam, demüetig und milt,
So ist der bapst kriegsch, rumorisch und wild 90
Und ritet dahar so kriegsch und fri,
Grad als ob er voller tüflen si.
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