Historical difficulties and contested eventsDelepierre, Octave
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Historical difficulties and contested events
Delepierre, Octave
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Nun schaut ihr lieben Herren an,
Wie dieser Schimpf zuerst begann,
Und lasst’s euch nicht verdriessen,
Wie einer seinem liebsten Sohn
Wohl einen Apfel gar aus Hohn
Vom Scheitel musste schiessen.
Der Landvogt sprach zu Wilhelm Tell:
Nun lug zu deiner Kunst, Gesell,
Und nun vernimm mich eben:
Trifft nicht dein allererster Schuss,
Fürwahr, so ist es dir nichts nutz
Und kostet dich dein Leben!
Er hatte Glück durch Gottes Kraft,
Da ist mit rechter Meisterschaft
Der Hauptschuss ihm gelungen;
Er irrte nicht und fehlte nit
Auf hundert und auf dreissig Schritt
Das Ziel am Haupt des Jungen.
Als er den Ersten Gott befahl,
Begriff er einen zweiten Strahl,
In’s Goller ihn zu legen;
Da sprach derselbe Landvogt gut,
Was treibst du da in deinem Muth,
Was hast du dich verwegen?
Der Telle war ein zornig Mann,
Er schnauzt den Landvogt übel an:
Hätt’ ich mein Kind erschossen,
Ich hätte dich, mein Landvogt gut,
Wie ich beschloss in meinem Muth,
Wohl auch geschwind erschossen!
Und solchem Spann und solchem Stoss
Entsprang der erste Eidgenoss!
Und also steht geschrieben:
Der übermüth’gen Vögte Schaar
Ward drauf der Herrschaft blos und bar
Und ans dem Land getrieben.
Wie fest wir schwuren einen Bund
Das bleibt in allen Zeiten kund
Den Jungen wie den Alten,
Und dass in Ehre wir bestehn
Und die geraden Wege gehn,
Das lassen Gott wir walten, etc.
2.
TELL’S TOD.
Grün wird die Alpe werden,
Stürzt die Lawin’ einmal;
Zu Berge ziehn die Heerden,
Fuhr erst der Schnee zu Thal.
Euch stellt, ihr Alpensöhne,
Mit jedem neuen Jahr
Des Eises Bruch vom Föhne
Den Kampf der Freiheit dar.
Da braust der wilde Schächen
Hervor aus seiner Schlucht,
Und Fels und Tanne brechen
Von seiner jähen Flucht,
Er hat den Steg begraben,
Der ob der Stäube hing,
Hat weggespült den Knaben,
Der auf dem Stege ging.
Und eben schritt ein Andrer
Zur Brücke, da sie brach;
Nicht stutzt der greise Wandrer,
Wirft sich dem Knaben nach,
Fasst ihn mit Adlerschnelle,
Trägt ihn zum sichern Ort;
Das Kind entspringt der Welle,
Den Alten reisst sie fort.
Doch als nun ausgestossen
Die Flut den todten Leib,
Da stehn um ihn, ergossen
In Jammer, Mann und Weib;
Als kracht in seinem Grunde
Des Rothstocks Felsgestell,
Erschallt’s aus einem Munde:
Der Tell ist todt, der Tell!
Wär’ ich ein Sohn der Berge,
Ein Hirt am ew’gen Schnee,
Wär’ ich ein kecker Ferge
Auf Uris grünem See,
Und trät’ in meinem Harme
Zum Tell, wo er verschied,
Des Todten Haupt im Arme,
Spräch’ ich mein Klagelied:
“Da liegst du, eine Leiche,
Der Aller Leben war;
Dir trieft noch um das bleiche
Gesicht das greise Haar.
Hier steht, den du gerettet,
Ein Kind, wie Milch und Blut,
Das Land, das du entkettet,
Steht rings in Alpenglut.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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