The Essenes: Their history and doctrinesGinsburg, Christian D. (Christian David)
History
The Essenes: Their history and doctrines
Ginsburg, Christian D. (Christian David)
Essenes
[97] Die Essäer waren die Baitusim, wie schon R. Asarja de’ Rossi
vermuthet hat; es muss dies nur besser begründet werden, als von ihm
geschehen ist. Ich bemerke zu dem Ende erstens, dass wie das
vorgesetzte בית auch in den Benennungen Bet-Schammaj, Bet-Hillel
Schule oder Fraction bedeutet, so Tosifta Kelim ii, 6 בית הכותים,
Chulin 6, a בי כותאי für die Sekte oder das Land der Cutim vorkommt;
sodann dass Tosifta Succa, K. iii zweimal und Tosifta Menachot K. z.
für Baitusim בית סין stehet: kann dies wohl etwas Anderes als Haus,
Sekte der Essener bedeuten? Als אסי (Arzt) Sektenname wurde, konnte
man den Essäer nicht gut mehr schlechthin אסי nennen, ohne undeutlich
zu werden, man umschrieb ihn daher wohl als Einen vom בית אסי,
bildete danach auch mit Zugrundelegung der Form Essener, das
nachgewiesene בית סין and zog dann Jenes zusammen, um den einzelnen
Essäer zu bezeichnen, gab aber dieser Form den u-Laut, entweder nachdem
man das syrische Wort אסי zuweilen nach syrischer Weise ôsseh, also
dunkel ausgesprochen hatte, woher die Aussprache Ossener bei Epiphanius
herrühren mag, oder was mir noch wahrscheinlicher ist, indem man dem
Worte Peruschim conform Zedukim und Baitusim bildete.
[98] Nach allem diesen scheint es, dass ein Jude, welcher mit der unter
den alexandrinischen Juden aufblühenden allegorischen Exegese und mit
deren Erzeugerin, der griechischen Weisheit, bekannt geworden war,
daneben aber auch Gelegenheit gefunden hatte, von ägyptischen Priestern
Manches zu lernen, wie Pythagoras selbst, Platon und Herodot, den Plan
gefasst und ausgeführt habe, eklektisch hieraus und aus dem Judenthume
ein speculatives und asketisches System sowie nach demselben aus
judäischen Asketen eine Sekte zu bilden. Dass es an Solchen nicht
gefehlt habe, verbürgt das Vorkommen von Nasiräern, z. B. nach Tosifta
Nasir K. iv unter Schimon dem Gerechten, ferner 1 Mack. iii, 49, und
von ihrer 300 auf einmal unter Schimon ben Schatach nach Nasir jer. v,
3. Dass er aber nicht mit jüdischen Asketen in Ägypten diesen Versuch
machte, geschah vielleicht, weil es damals dort noch an solchen Asketen
fehlte, oder weil er selbst aus Judäa gebürtig sein mochte.
[99] Geschichte des Volkes Israel von Vollendung des Zweiten Tempels
bis zur Einsetzung des Mackabäers Schimon zum hohen Priester und
Fürsten, Zweiter Band. Nordhausen, 1857, p. 368–377; 387–409.
[100] Die jüdische Apokalyptik in ihrer geschichtlichen Entwickelung.
Jena, 1857, p. 245–278.
[101] Geschichte der Juden, Dritter Band Zweite Auflage. Leipzig, 1863,
p. 216–252.
[102] The History of the Jews from the earliest period down to modern
times. London, 1863, vol. ii. p. 110–115.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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