79. Um Mitternacht
80. Septembermorgen
81. Er ist's
82. In der Frühe
83. Der Feuerreiter
84. Das verlassene Mägdlein
85. Lebewohl
86. Schön-Rohtraut
87. Auf eine Lampe
88. Gebet
89. Denk' es, o Seele
Hebbel
90. Nachtlied
91. Das Kind
92. Nachtgefühl
93. Gebet
94. Abendgefühl
95. Ich und du
96. Sommerbild
97. Herbstbild
98. Der letzte Baum
Keller
99. An das Vaterland
100. Winternacht
101. Abendlied
Storm
102. Oktoberlied
103. Weihnachtslied
104. Sommermittag
105. Die Stadt
106. Über die Heide
107. Lucie
108. Eine Frühlingsnacht
109. April
110. Mai
111. Elisabeth
112. Frauenhand
113. Schließe mir die Augen beide
Meyer
114. Liederseelen
115. Nachtgeräusche
116. Das tote Kind
117. Im Spätboot
118. Vor der Ernte
119. Der römische Brunnen
120. Neujahrsglocken
121. Säerspruch
122. Schnitterlied
123. Nach einem Niederländer
124. Eingelegte Ruder
125. Ewig jung ist nur die Sonne
126. Requiem
127. Abendwolke
128. Das Glöcklein
129. Die Bank des Alten
Liliencron
130. Die Musik kommt
131. Tod in Ähren
132. In Erinnerung
133. Wer weiß wo
134. Sommernacht
135. Meiner Mutter
136. Wiegenlied
137. Viererzug
138. Schöne Junitage
Notes
Vocabulary
Index of Titles and First Lines
Ein kleines Lied
Ein kleines Lied, wie geht's nur an,
Daß man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? Erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang,
Und eine ganze Seele.
Marie von Ebner-Eschenbach
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
1. WILLKOMMEN UND ABSCHIED
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan, fast eh' gedacht;
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche, 5
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor; 10
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern, welches Feuer! 15
In meinem Herzen, welche Glut!
Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich. 20
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich--ihr Götter!
Ich hofft' es, ich verdient' es nicht!
Doch ach, schon mit der Morgensonne 25
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen, welche Wonne!
In deinem Auge, welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden,
Und sahst mir nach mit nassem Blick: 30
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!
* * * * *
2. MAILIED
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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