[Notes:
4: The first edition was published at Strassburg in 1522.
5: _Geschmack_ = _Geruch_.
6: _Ürten_ = _Zeche_ (cost of food and drink).]
3
_From Wickram’s ‘Coaching Booklet’[7]: An accommodating parson._
Ein armer ungelerter pfaff stalt nach[8] einer gůten reichen pfarr; dann
er hort, wie sy so vil inkommens bette, derhalb sy im so wol gefiel; es
war im nit umb das schäfflinweiden zů thůn, sunder er verhofft, vil
gelts darauff zu überkommen. Und alss er nun vil und offt darumb
gebetten unnd geloffen hette, warde er von den bauren auff ein sontag
bescheiden, so wolten sy mit im handlen und auff die pfarr annemmen.
Do nun derselbig sontag kame, erschein der pfaff vor dem schultheyss und
gantzen gericht in beysein des amptmans, und alss nun alle ding was
bestelt,[9] was er solt zů lon haben, alss behausung, den kleinen
zehenden[10] und ettlich viertel früchten, als rocken, weissen, gersten,
habern, wein unnd gelt, dess der pfaff seer wol zůfriden was, abgeredt
und beschlossen war, name in der schultheiss auff ein ort[11] und sagt
im in einer geheimne: Lieber herr pfarrer, nachdem ir bissher im
bapstumb euch hand gehalten, solt ir wüssen, das es in disem dorff ein
andere gestalt hatt; dann wir sindt hie gůt eigenwillisch. Darumb müsst
ir uns das sacrament in zweierley gestalt reichen, nemlich im brot und
wein. Der gůt pfarrer forcht, wo er sich des widert, die bauren geben im
wider urlaub; derhalben war er gůtwillig unnd sprach zů dem schultheiss:
Das will ich gern thůn. Damit ir solt sehen, das ichs treuwlich und gůt
mit euch meine, so will ichs euch in dreyerley gestalt geben, als
nemblich im brot und wein und dem käss darzů. Das gefiel dem
schultheissen fast wol und sagt, er wolt es an seine buren hinder sich
bringen, ob sy sich damit wolten lassen beniegen.
[Notes:
7: _Rollwagenbüchlein_, a collection of tales to while away the
tedium of travel; first published in 1555.
8: _Stalt nach_, ‘wanted to secure.’
9: _Bestelt_, ‘ordered,’ ‘arranged.’
10: _Zehenden_, ‘tithes’ (the dative in apposition to _lon_).
11: _Auff ein ort_, ‘aside.’]
4
_From ‘Grobianus’_[12]_: How to behave at table._
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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