The most important writer of prose fiction in the 17th century (_ca._
1625-1676). He spent his early years as a roving soldier. After the war
he published anonymously a number of tales, which are known collectively
as _Simplicianische Schriften_. The best of them is _Der abentheuerliche
Simplicissimus_, which is largely autobiographic. The book parodies the
fashionable romances of adventure and takes hints from the picaresque
tales which had begun to come in from Spain. It is particularly
interesting for its truthful pictures of German life in the time of the
great war. The selection follows Braune’s _Neudrucke_, Nos. 19-25.
_From ‘Simplicissimus,’ Book I, Chapter 4: The hero’s childhood; brutal
soldiers plunder his foster-father’s house and outrage the inmates._
Wiewol ich nicht bin gesinnet gewesen, den friedliebenden Leser, mit
diesen Reutern, in meines Knäns[1] Hauss und Hof zuführen, weil es
schlim genug darin hergehen wird: So erfodert jedoch die Folge meiner
Histori, dass ich der lieben posterität hinterlasse, was vor
Grausamkeiten in diesem unserm Teutschen Krieg hin und wieder verübet
worden, zumalen mit meinem eigenen Exempel zubezeugen, dass alle solche
Übel von der Güte dess Allerhöchsten, zu unserm Nutz, offt notwendig
haben verhängt werden müssen: Dan lieber Leser, wer hätte mir gesagt,
dass ein Gott im Himmel wäre, wan keine Krieger meines Knäns Hauss
zernichtet, und mich durch solche Fahung unter die Leute gezwungen
hätten, von denen ich gnugsamen Bericht empfangen? Kurtz zuvor konte ich
nichts anders wissen noch mir einbilden, als dass mein Knän, Meuder, ich
und das übrige Haussgesind, allein auff Erden sey, weil mir sonst kein
Mensch, noch einzige andre menschliche Wohnung bekant war, als
diejenige, darin ich täglich auss und einging: Aber bald hernach erfuhr
ich die Herkunfft der Menschen in diese Welt, und dass sie wieder
darauss müsten; ich war nur mit der Gestalt ein Mensch, und mit dem
Namen ein Christen-Kind, im übrigen aber nur eine Bestia! Aber der
Allerhöchste sahe meine Unschuld mit barmhertzigen Augen an, und wolte
mich beydes zu seiner und meiner Erkantnus bringen: Und wiewol er
tausenderley Wege hierzu hatte, wolte er sich doch ohn zweiffel nur
dessjenigen bedienen, in welchem mein Knän und Meuder, andern zum
Exempel, wegen ihrer liederlichen Aufferziehung gestrafft würden.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
Reviews
Reviews
No reviews yet
Be the first to share your thoughts on this work.
Elsewhere in the archive
Join the Discussion
Join the discussion
Sign in to leave a comment or review.
Sign InorCreate an account