Ich habe mit aufrichtigem Danke und ganz besonderem Interesse Ihre
“Letters on the War” entgegengenommen, welche Sie die Freundlichkeit
hatten, mir zu übersenden.
Mit der einmüthigen Hingebung unseres Volkes während der grossen Zeit
die wir durchkämpft, steht im schönsten Einklang die patriotische
Haltung welche unsere deutschen Brüder, oft unter den schwierigsten
Verhältnissen und mit Opfer aller Art bewährt und durch die sie sich
für immer einen Anspruch auf die Dankbarkeit des Vaterlandes erworben
haben.
Dass die Erfahrungen, welche die Deutschen in England während unseres
ruhmvollen Krieges gemacht, nicht immer erfreulich waren, ist mir
freilich bekannt, Gründe der verschiedensten Art kamen zusammen um
eine Verstimmung zu erzeugen, die hüben und drüben von allen
einsichtigen und patriotischen Männern gleich schmerzlich empfunden
ist.
Meine feste und zuversichtliche Hoffnung bleibt es aber dass dieselbe
bald jenem herzlichen Einvernehmen wieder Platz machen wird, welches
die Natur unserer gegenseitigen Beziehungen und Interessen verlangt.
Dieses Ziel wollen wir verfolgen, unbeirrt durch Aufregungen und
Eindrücke des Augenblicks, überzeugt, dass es für das Gedeihen beider
Länder ebenso heilsam wie für den Frieden Europa’s unerlässlich ist.
Sie haben Ihrerseits niemals aufgehört in diesem Geiste thätig zu sein
und es ist mir deshalb Bedürfniss, Ihnen meine dankbare Anerkennung
für Ihr erfolgreiches Wirken hierdurch auszusprechen.
Ihr wohlgeneigter
FRIEDRICH WILHELM.
At Ems the Prince was the popular hero of the day, and wherever he
showed himself he was enthusiastically greeted by the people. He sent me
word that he wished to see me. When I arrived the antechambers were
crowded with Highnesses, Excellencies, Generals, all covered with stars
and ribands. I gave my card to an A. D. C. as simple Max Müller, and was
told that I must wait, but I soon saw there was not the slightest chance
of my having an audience that morning. I had no uniform, no order, no
title. From time to time an officer called the name of Prince So-and-So,
Count So-and-So, and people became very impatient. Suddenly the Prince
himself opened the door, and called out in a loud voice, “Maximiliane,
Maximiliane, kommen Sie herein!”
There was consternation in the crowd as I walked through, but I had a
most pleasant half-hour with the Prince. Once when I began to bubble
over and tried to express, as well as I could, my admiration for his
splendid achievements in the war, he turned away rather angrily, and
said, “Na, sind Sie denn auch unter die Schmeichler gegangen!” I wrote a
sonnet at the time, which I find among my old papers:—
IN EMS AM 19. JULI 1871.
DEM KRONPRINZEN VON DEUTSCHLAND.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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