German Atrocities from German EvidenceBédier, Joseph
History
German Atrocities from German Evidence
Bédier, Joseph
World War, 1914-1918 -- Atrocities
[23] «Hier hatte gestern die 6. Kompagnie gehaust, nicht als Soldaten
sondern als gemeine Diebe. Einbrecher und Räuber, die eine Unehre für
unser Regiment und unser Heer sind. Schon vorher hatten unsre Truppen
_Champs_ halb zerstört.»
[24] «Schlimm sind die Pioniere; die Artillerie, eine Räuberbande.»
[25] «Leider muss ich ein Vorkommnis mitteilen, das nicht hätte
stattfinden sollen und dürfen. Aber es gibt auch in unserm Heere
entmensch[t]e Kerle, Schweinhunde, denen nichts heilig ist. Ein
solcher hat in die mit dem Schlüssel verschlossene Sakristei, in
der das Allerheiligste stand und in welcher ein _Protestant_ aus
Ehrfurcht vor demselben sich nicht schlafen legte, einen grossen
Kaktus gesetzt. Wie kann es solche Menschen geben? In der vorigen
Nacht hat ein mehr als 35jähriger Landwehrmann, verheiratet, die noch
junge Tochter seines Quartierwirtes vergewaltigen wollen; dem Vater,
der dazu kam setzte er das Bayonett auf die Brust.»
[26] «Einschlagen von Granaten in die Häuser. Abends Feldgesang:
_Nun danket alle Gott_.»
[27] «Im Wald, eine sehr schöne Kuh nebst Kalb angeschossen gefunden:
und wieder franz. Leichen schrecklich verstümmelt.»
[28] Is there any need to remark that it is no more "treacherous"
than it is lawful to shoot from the bows of a tree than from a
window or from the bottom of a trench? On the contrary, the rest of
the narrative will moreover prove it, it is as courageous as it is
dangerous.
[29] «[Von der Wut der Soldaten kann man sich ein Bild machen, wenn
man die zerstörten] Dörfer sieht. Kein Hans ist mehr ganz. Alles
essbare wird von einzelnen Soldaten requiriert. Mehrere Haufen
Menschen sah man, die standrechtlich erschossen wurden. Kleine
Schweinchen liefen umher und suchten ihre Mutter. Hunde lagen an
der Kette und hatten nichts zu fressen und zu saufen und über ihnen
brannten die Häuser.
«Neben der gerechten Wut der Soldaten schreitet aber auch purer
Vandalismus. In ganz leeren Dörfer setzen sie den roten Hahn ganz
willkürlich auf die Häuser. Mir tun [die] Leute leit. [Wenn] sie auch
unfaire Waffen gebrauchen, so verteidigen sie doch nur ihr Vaterland.
Die Grausamkeiten die verübt wurden und noch werden von seiten der
Bürger werden wüst gerächt.
«_Verstümmelungen der Verwundeten sind an Tagesordnung._»
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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