"Oh! weep for those that wept by Babel's stream,
Whose shrines are desolate, whose land a dream;
Weep for the harp of Judah's broken shell;
Mourn--where their God hath dwelt, the godless dwell!
And when shall Israel lave her bleeding feet?
And when shall Zion's songs again seem sweet?
And Judah's melody once more rejoice
The hearts that leaped before its heavenly voice?
Tribes of the wandering foot and weary breast,
How shall ye flee away and be at rest!
The wild dove hath her nest, the fox his cave,
Mankind their country--Israel but the grave."
_Byron's "Hebrew Melodies."_
[Illustration]
TORQUEMADA.
Dunkle duestere Gestalten
Harren muerrisch vor dem Thore:
"Heut erfolgt der Juden Auszug,
Heut ist der Termin verflossen!"
Boshaft wollen sie sich weiden
An dem Auszug der Verstoss'nen,
Und sie grinsen selbstzufrieden
Ob des Schicksals der Verstockten.
Einer ist's zumal, dess Grinsen
Teufelsbosheit von sich lodert,
Seine Blicke Schlangenblicke,
Sein Gebiss von Gift geschwollen;
Seine Worte Feuerschluende,
Sein Verlangen Tod und Moder,
Die Vernichtung seine Tritte,
Die Verwuestung sein Gefolge.
Wie sie zischeln die Gestalten,
Muerrisch harrend vor dem Thore.
"Nur Geduld, Dominikaner!"
Ruft jetzt jener Hoellenbote.
"Wie mein Name Torquemada,
Will ich weiter dafuer sorgen,
Dass die jetzt das Land verlassen,
Nicht entgehen sicherm Tode.
Fast war schon ihr Wunsch erfuellet,
Zu verbleiben unserm Boden,
Jener juedische Minister
Hatte Gold, viel Gold geboten.
Doch ich eilte zur Alhambra
Und das Crucifix erhoben,
Sprach ich zu dem Koenigspaare
Die entscheidend wucht'chen Worte:
Judas hat fuer dreissig Muenzen
Treuelos den Herrn geopfert,
Und ihr wollet ihn verkaufen,
Arg geblendet von dem Golde?
Nun, so nehmt ihn und verkaufet
Euren Heiland, wie ihr wollet;
Hier ist er, o nehmt ihn gierig,
Wenn's euch duerstet nach dem Golde!
Diese Rede hat entschieden
Und ihr werdet heut die Horde
Aus dem Lande ziehen sehen,
Bald erscheinen sie am Thore."--
Wie die drei Dominikaner
Harrt die Menge vor dem Thore.
Die in wilder Schadenfreude
Ob der Judensoehne spottet.
Torquemada naht der Masse
Und mit argen, list'gen Worten
Weiset er auf all' die Schaetze,
Die den Ausgewies'nen folgen.
Schelmisch weiss er sie zu hetzen
Gegen die verfehmten Opfer,
Und ertheilet mild den Ablass
Auf das Pluendern auf das Morden.
Welches Jubeln, welches Wimmern,
Welches Pfeifen welches Trommeln
Dringt jetzt aus der Stadt herueber
Zu der Menge vor dem Thore!
Aber welcher Schauer fast uns
Bei dem Anblick dieses Volkes!
Sind es Schatten, sind es Geister,
Die an uns vorueberkommen?
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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