Valerius Terminus: Of the Interpretation of NatureBacon, Francis
Religion
Valerius Terminus: Of the Interpretation of Nature
Bacon, Francis
Science -- Methodology
| wird, ist an sich, wenn ihr nichts im
| Wege steht, sehr viel schneller als
| die Natur, sie ist, wie man sagen
| könnte, der bessere Läufer und
| erreicht ihr Ziel schneller. Das zeigt
| sich an nahezu allen Dingen: Man
| sieht, daß sich Obstbäume nur langsam
| aus dem Kern, aber sehr viel schneller
| durch das Aufpfropfen von Zweigen
| entwickeln, daß Lehm sehr langsam zu
| Stein wird, während er sehr schnell zu
| Stein gebrannt werden kann. Auch die
| Sitten betreffend kann man beobachten,
| daß es sehr lange dauert, bis durch
| die Wohltaten der Natur ein Schmerz
| vergessen und Trost gefunden werden
| kann, während die Philosophie (die
| gleichsam die Kunst zu leben ist), den
| Tag nicht abwartet, sondern ihn
| vorhersieht und vor Augen führt. Dann
| aber wird dieser Vorsprung und die
| Fähigkeit der Kunst zum unendlichen
| Nachteil der Menschheit, durch jene
| goldenen Äpfel behindert. Denn es gibt
| keine Wissenschaft oder Kunst, die
| ihren wahren und richtigen Weg bis zum
| Ziel unbeirrt beibehält. Vielmehr
| geschieht es fortwährend, daß die
| Künste ihre Unternehmungen auf halbem
| Wege unterbrechen, vom Pfad abweichen
| und sich wie Atalanta Gewinn und
| Nutzen zuwenden:
|
| "Declinat cursus, aurumque volubile
| tollit" (Ovid, Metamorphosen X, 667).
|
| Und deshalb ist es nicht
| verwunderlich, daß es der Kunst nicht
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