Da hiess er die anderen Wehrmänner 2235
Weiter wandern; und mit wenigen nur bestieg
Einen Kahn Kristus, der Heiland,
Schlummermüde zu schlafen. Die Segel liessen schwellen
Die wetterweisen Wehrmänner, leiteten den Wind hinein,
Trieben auf dem Meerstrom, bis in die Mitte kam 2240
Der Waltende mit seinen Wehrhaften.
Da begann des Wetters Gewalt,
Stürme stiegen auf, die Stromfluten wuchsen,
Her schwang sich Wolkengeschwirr, es schäumte der See,
Es wütete Wind und Wogen; die Wehrmänner bangten,
Das Meer war wildmutig, nicht wähnte der Männer einer 2245
Länger zu leben. Da eilten sie, den Landeswart
Zu wecken mit ihren Worten und wiesen ihm des Wetters Wut,
Baten, dass ihnen hilfreich würde Kristus, der Heiland,
Wider die Wasser, oder “wir werden hier in Weh und Angst
Versinken in diesem See.” Selbst erhob sich 2250
Der gute Gottessohn, gnädig sprach er zu seinen Getreuen,
Forderte sie auf bei der Wellen Aufruhr die Angst zu besiegen:
“Warum seid ihr so in Furcht?
Noch nicht ist gefestigt euer Herz,
Euer Glaube zu gering; vergehen wird kurze Zeit,
Und stille wird werden die Sturmflut, 2255
Wonnesam der Lüfte Wehen.” Da sprach zu dem Winde er
Und zu dem See ebenso und hiess sie sanfter sich
Beide gebaren. Seinem Gebote gehorchten sie,
Dem Worte des Waltenden; die Wellen wurden stille,
Friedlich die Flut. Da fing das Volk unter sich an, 2260
Die Wehrhaften, sich zu wundern; manche fragten mit Worten,
Was das für ein so mächtiger unter den Männern wäre,
Dass ihm so der Wind und die Woge auf sein Wort gehorchten,
Beide seinem Gebote.
_Lines 4858-4931: The smiting of Malchus by Simon Peter._
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
Reviews
Reviews
No reviews yet
Be the first to share your thoughts on this work.
Join the Discussion
Join the discussion
Sign in to leave a comment or review.
Sign InorCreate an account