Der Sang war gesungen, der Kampf war begonnen.
Blut schien auf den Wangen, froh kämpften da die Franken,
Da focht der Degen jeglicher, keiner so wie Ludwig, 50
Hurtig und kühn; das war ihm angeboren.
Manchen durchschlug er, manchen durchstach er.
Er schenkte zu Handen seinen Feinden
Bitteres Trankes; so weh ihnen stets des Lebens!
Gelobt sei Gottes Kraft! Ludwig ward sieghaft. 55
Und allen Heiligen Dank! Sein ward der Siegkampf.
Heil aber Ludwig, König kampfselig!
So bereit wie er stets war, wo irgend des Not war,
Erhalte ihn der Herr bei seiner Herrlichkeit!
[Notes:
1: ‘It’ (the kingdom) atoned for ‘that’ (the wrath of Christ).
2: Κύριε ἔλεισον [Greek: Kyrie eleison], Lord have mercy.]
+IX. WALTHARIUS MANU FORTIS+
A Latin poem in Vergilian hexameters, composed about 930 by Ekkehard,
a pupil in the monastic school at St. Gall, and afterwards revised by
another monk of the same name. It is based on a lost German poem and
preserves, with but little admixture of Christian and Latin elements,
a highly interesting saga of the Hunnish-Burgundian cycle. The
selections are from the translation by H. Althof, in the _Sammlung
Göschen_.
_Lines 215-286: Walter and Hildegund plot to escape from Etzel’s court._
Siehe, da eilte herab von der Burg des Palastes Gesinde, 215
Freute sich sehr, ihn wiederzusehn,
und hielt ihm das Streitross,
Bis der preisliche Held dem hohen Sattel entstiegen,
Richtet die Frage an ihn,[1] ob günstig die Sache verlaufen.
Wenig erzählte er nur, denn müde war er, und trat dann
Ein in die Burg und eilte darauf zum Gemache des Königs. 220
Aber er fand auf dem Wege die einsam sitzende Hildgund
Und er sagte zu ihr nach süssem Kuss und Umarmung:
“Bringe mir schnell zu trinken,
denn müde bin ich und durstig.”
Eilig füllte mit Wein sie drauf den köstlichen Becher,
Reichte dem Helden ihn dar, der fromm ihn bekreuzte und annahm 225
Und mit der Hand darauf die Rechte der Jungfrau umfasste.
Schweigend stand sie dabei und sah dem Manne ins Antlitz.
Und es reichte ihr Walter sodann das geleerte Gefäss hin;
Wohl war beiden bekannt, dass einst sie verlobt mit einander.
Und er sprach zu der teueren Maid mit folgenden Worten: 230
“Lange erdulden zusammen wir schon das Los der Verbannung
Und sind dessen bewusst, was einstmals unsere Eltern
Über unser zukünft’ges Geschick mit einander bestimmten.
Was verhehlen wir dies so lange mit schweigendem Munde?”
Aber die Maid, die wähnte, es rede im Scherz der Verlobte, 235
Schwieg ein Weilchen und sagte darauf als Erwiderung dieses:
“Warum heuchelt die Zunge,
was tief in der Brust du verdammest,
Und überredet der Mund zu dem, was im Herzen du abweist?
Gleich als wäre es Schmach, dir solche Verlobte zu freien!”
Drauf antwortete ihr der verständige Jüngling und sagte: 240
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
Reviews
Reviews
No reviews yet
Be the first to share your thoughts on this work.
Join the Discussion
Join the discussion
Sign in to leave a comment or review.
Sign InorCreate an account