Dass sie vor Vögeln erschrak
und dem Knarren bewegten Gezweiges.
Hass der Verbannung erfüllte ihr Herz und Liebe zur Heimat.
Dörfern wichen sie aus und mieden das weite Gefilde; 355
Folgend auf dichtbewachs’nem Gebirg dem gewundenen Umweg,
Irren mit zagendem Fuss sie durch pfadelose Gebiete.
_Lines 1285-1395: The great fight at the Wasgenstein._[4]
Als sich massen die drei um die zweite[5] Stunde des Tages, 1285
Wandten sich gegen den einen zugleich die Waffen der beiden.
Hagen bricht den Frieden zuerst; er sammelt die Kräfte
Und versendet alsbald die verderbliche Lanze, doch diese,
Wie sie in sausendem Wirbel entsetzenerregend heranschwirrt,
Lenkt jetzt Alphars[6] Sprosse,
der nimmer sie weiss zu ertragen, 1290
Klug beiseit mit der Decke des seitwärts gehaltenen Schildes,
Denn wie den Schild sie berührt,
da gleitet sie ab wie von glattem
Marmel, und schwer verletzt sie den Berg,
denn bis zu den Nägeln
Bohrt sie sich ein in die Erde.
Dann warf mit kühnlichem Herzen
Aber mit mässiger Kraft die eschene Lanze der stolze 1295
Gunter. Sie flog und sass in dem untersten Teile von Walters
Schilde, und wie er alsbald ihn schüttelt,
da fiel aus des Holzes
Wunde zur Erde herab das Eisen, das wenig vermochte.
Ob des Zeichens betrübt, ergreifen das Schwert die bestürzten
Franken; in Zorn verwandelt der Schmerz sich,
sie stürmen voll Eifer, 1300
Von den Schilden gedeckt, auf den aquitanischen Helden.
Dieser jedoch vertrieb sie entschlossen mit wuchtiger Lanze
Und erschreckte den stürmenden Feind durch Mienen und Waffen.
Gunter, der König, ersann deswegen ein törichtes Wagnis:
Seinen Speer, der vergebens versandt und zur Erde gefallen-- 1305
Denn er lag, aus dem Schilde geschüttelt,
zu Füssen des Helden,--
Leise heran sich schleichend, in heimlicher Weise zu holen,
Da ja die Kämpfer, versehn mit kürzeren Waffen,
mit Schwertern,
Nicht bis nah an den Feind heranzugelangen vermochten;
Denn der schwang zum Stosse die vorgehaltene Lanze. 1310
Darum hiess er durch Augenwink den Vasallen vorangehn,
Dass er, von ihm verteidigt, das Werk zu vollbringen vermöge.
Ohne Verzug geht Hagen voran, den Gegner zu reizen,
Während der Fürst in der Scheide
das edelsteinblitzende Schwert birgt
Und die Rechte befreit, um sicher den Streich zu vollführen. 1315
Doch was weiter?
Er langte gebückt mit der Hand nach der Lanze
Und schon fasste er sie und zerrte sie heimlich und mählich,
Allzuviel verlangend vom Glück. Doch der herrliche Recke,
Wie er ja stets in dem Kampf der Vorsicht weise gedachte
Und behutsam verfuhr (ein Augenblickchen versah er!), 1320
Wurde gewahr, wie jener sich bückt, und merkte das Treiben.
Aber er duldet es nicht, denn schnell vertreibt er den Hagen,
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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