Sie wissen aus Reisebeschreibungen, wie stark und fest sich immer die
Wilden ausdrücken. Immer die Sache, die sie sagen wollen, sinnlich,
klar, lebendig anschauend: den Zweck, zu dem sie reden, unmittelbar und
genau fühlend: nicht durch Schattenbegriffe, Halbideen und symbolischen
Letternverstand (von dem sie in keinem Worte ihrer Sprache, da sie fast
keine Abstracta haben, wissen),--durch alle dies nicht zerstreuet: noch
minder durch Künsteleien, sklavische Erwartungen, furchtsamschleichende
Politik und verwirrende Prämeditation verdorben--über alle diese
Schwächungen des Geistes seligunwissend, erfassen sie den ganzen
Gedanken mit dem ganzen Worte, und dies mit jenem. Sie schweigen
entweder, oder reden im Moment des Interesse mit einer unvorbedachten
Festigkeit, Sicherheit und Schönheit, die alle wohlstudierte Europäer
allezeit haben bewundern müssen und--müssen bleiben lassen. Unsre
Pedanten, die alles vorher zusammenstoppeln, und auswendig lernen
müssen, um alsdenn recht methodisch zu stammeln; unsre Schulmeister,
Küster, Halbgelehrte, Apotheker und alle, die den Gelehrten durchs Haus
laufen, und nichts erbeuten, als dass sie endlich, wie Shakespear’s
Launcelots, Polizeidiener, und Totengräber uneigen, unbestimmt und wie
in der letzten Todesverwirrung sprechen--diese gelehrte Leute, was wären
die gegen die Wilden? Wer noch bei uns Spuren von dieser Festigkeit
finden will, der suche sie ja nicht bei solchen;--unverdorbene Kinder,
Frauenzimmer, Leute von gutem Naturverstande, mehr durch Tätigkeit als
Spekulation gebildet, die sind, wenn das, was ich anführete,
Beredsamkeit ist, alsdenn die einzigen und besten Redner unsrer Zeit.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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