Wo es die Ruh’ erwartet.
Geleite uns an Jesum,
Deinen guten Sohn,
Der uns begnaden soll.
In ihm sollen wir ruhen, 255
Er soll uns erlösen
Von allen unsern Nöten,
Von allen schweren Sünden:
Das sind des Meeres Wellen,
Die uns nun, ach, umschwellen. 260
Nun hilf uns, heilige Jungfrau!
+XIV. LAMPRECHT’S LAY OF ALEXANDER+
A free translation, made about 1130 by a priest living in the Middle
Rhine country, of a French poem by Alberic de Besançon. It consists of
7302 verses in short couplets. Except 105 verses at the beginning the
French original is lost. It was itself a versification of a highly
fabulous old saga current in Latin prose. As the 105 French verses
correspond to 192 verses in the German, it is evident that Lamprecht did
not follow Alberic slavishly and that he drew in part upon some other
source, perhaps the Latin original. The selections below are from a
letter which Alexander writes, toward the end of his career, to his
mother Olympias and his teacher Aristotle. In this letter he recounts
at length (1670 verses) the wonderful things that he has seen.
_Lines 4928-5037: Alexander’s army beset by terrible beasts._
Nachdem ich Darius besiegt
Und das ganze Land Persien
Und auch das berühmte Indien 4930
Mir untertan gemacht,
Hob ich mich bald von dannen
Mit meinen lieben Mannen
Nach Caspen Porten.[1]
Leid und Furcht wähnte ich 4935
Nicht mehr zu erdulden.
Wir kamen zu einem Wasser,
Da liess ich mein Heer ausruhen;
Wir dachten den Durst zu stillen.
Als wir zu dem Wasser kamen 4940
Und es in den Mund nahmen,
War es bitter wie Galle;
Unerquickt blieben wir alle.
Nun brachen wir vom Lager auf
Und sahen über ein Feld hin, 4945
Wo eine schöne Stadt war,
Die war geheissen Barbaras,
Eine Meile über das Wasser.
Meine Ritter all die Weile
Wollten schwimmen in dem Flusse. 4950
Da näherte sich der Schaden:
Krokodile kamen,
Die meiner Gesellen nahmen
Siebenundzwanzig,
Die verloren das Leben; 4955
Ich kann es wahrhaftig sagen,
Da ich es selbst ansah,
Wie sie sie hinunter frassen;
Ich musste sie fahren lassen.
Da brach mein Heer auf 4960
Nach reiflicher Überlegung
Und kam wieder zu dem Wasser,
Das früher bitter war;
Jetzt war es süss und gut,
Des freute sich unser Mut. 4965
Da schlugen wir unsre Zelte
Auf dem Felde beim Flusse
Und machten ein grosses Feuer.
Die Ruhe ward uns sauer,
Denn aus dem Walde kamen 4970
Manch fürchterliches Tier
Und schreckliches Gewürme.
Mit denen mussten wir kämpfen
Beinah die ganze Nacht;
Durst hatte sie dahin gebracht, 4975
Sie wollten sich im Wasser laben.
Skorpionen taten uns viel Schaden,
Die waren breit und lang
Und hatten fürchterlichen Gang,
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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