Fossil Butterflies: Memoirs of the American Association for the Advancement of Science, I.Scudder, Samuel Hubbard
Science
Fossil Butterflies: Memoirs of the American Association for the Advancement of Science, I.
Scudder, Samuel Hubbard
Butterflies, Fossil
Charpentier hat diesen Flügel einem Sphinx zugesprochen und
ihn mit dem Sphinx Tiliæ L. verglichen; allein schon die
ziemlich stark gebogene Randlinie (vena marginalis) spricht
gegen Sphinx, bei welcher Gattung sie bis über zwei Drittel
Flügellänge fast gerade verläuft und dann erst gegen die Spitze
sich zubiegt; ebenso aber auch das Geäder. Bei Sphinx haben
wir nämlich ein geschlossenes Mittelfeld und der Ast der
vena externo-media, welcher neben der Flügelspitze ausläuft,
verästelt sich nicht. In der Form des Flügels, im Geäder und
Färbung stimmt unser Schmetterlingsflügel, wie mir scheint,
am besten mit der Gattung Vanessa F. überein. Wir bemerken
nemlich, gerade wie bei den Vanessen, zunächst eine starke vena
scapularis, welche weit vorn in die v. marginalis ausläuft;
eine schwächere vena externo-media, welche noch näher der
Flügelspitze mit dem Rande sich verbindet; diese bildet nach
Innen zunächst einen Ast[T], der flügelspitzwärts in zwei
weitere Aeste sich spaltet; der äussere von diesen läuft zur
Flügelspitze, der innere aber trennt sich nochmals in zwei
Gabeläste, welche zum Hinterrande verlaufen und von denen jeder
in einen schwachen, stumpfen Zahn des Flügelrandes ausgeht.
Auf diesen Gabelast folgen weiter nach Innen zwei Längsadern,
welche am Grunde sich wahrscheinlich verbinden, und in die
vena externo-media eingefügt sind. Diese beiden Adern (es
sind diess die fünfte und sechste Ader von Herrich Schaeffer)
gehen bei [178] den Vanessen getrennt bis zur v. externo-media
hinauf und divergiren gleich, wie sie aus dieser heraustreten;
wahrscheinlich ist diess beim fossilen Thiere auch der Fall,
jedoch sieht man nur die Einmündung des äusseren Astes in die
vena externo-media, indem der innere am Grunde ganz verwischt
ist, wie denn überhaupt die Adern in Folge des starken Druckes,
dem der Flügel unterworfen war, äusserst schwach hervortreten
und nur mit Mühe zu erkennen sind. Die vena interno-media
verläuft wie bei den Vanessen, sie sendet nämlich nach dem
Hinterrande zwei Aeste aus, so dass im Ganzen drei Längsadern
zuletzt in parallelen Linien nach dem Rande verlaufen. Die
vena analis ist nur am Grunde angedeutet, indem der Innenrand
grossentheils zerstört ist. Das Mittelfeld ist offen,
wenigstens ist keine Spur eines Verbindungsastes zwischen v.
externo-und interno-media zu finden. In allen diesen Punkten
stimmt also das fossile Thier mit den Vanessen überein.
Ebenso stimmt ferner der zackige Hinterrand, indem wir, wie
schon bemerkt, an der Ausmündung des äusseren Gabelastes der
v. externo-media kleine Zacken bemerken, wobei freilich zu
bedauern, dass von dort an der Flügel zerrissen ist, so dass
die Randbildung nur an jene kleinen Stelle bestimmt werden
kann. In der Färbung zeigt der Flügel viel Uebereinstimmendes
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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