German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
Science
German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
German language -- Readers -- Science
Ein Naturkörper ist ein allseitig[2] begrenzter Teil des Raumes, welcher
mit Stoff (Materie, Substanz) ausgefüllt ist.
Ein jeder Körper besitzt eine gewisse Ausdehnung; er dehnt sich nach
allen Richtungen aus. Man unterscheidet drei Hauptrichtungen: Länge,
Breite und Höhe (Dicke).
Zur Messung von Längen dient das Längenmass, dessen Einheit[3] das Meter
(m) bildet; dasselbe ist der vierzigmillionste Teil des Erdumfangs von
Pol zu Pol gemessen. Die Einheit des Flächenmasses ist das Quadratmeter
(qm oder m²).
Die Einheit des Raummasses ist das Kubikmeter (cbm oder m³).
Die gesetzliche Längeneinheit bildet das[4] von der Internationalen
Kommission der Masse und Gewichte in Paris aufbewahrte Normalmeter aus
Platiniridium.
_Allgemeine Eigenschaften[5] des Stoffs._ Die Undurchdringlichkeit ist
diejenige Eigenschaft des Stoffs, vermöge deren an dem Ort, wo sich ein
Naturkörper befindet, nicht gleichzeitig ein zweiter existieren kann.
Diese Eigenschaft ist uns an den starren[6] und flüssigen Körpern durch
die tägliche Erfahrung geläufig[7]. Weniger auffallend ist sie bei den
luftförmigen Körpern. Sie zeigt sich indessen z. B., wenn man ein
umgekehrtes Trinkglas unter Wasser drückt: das Wasser füllt dasselbe
nicht an, weil die Luft nicht entweichen kann. (Hierauf beruht die
Taucherglocke). Ebenso zeigt sich die Undurchdringlichkeit der Luft an
den zerstörenden Wirkungen der Stürme.
Die Teilbarkeit der Körper ist ebenfalls Gegenstand der täglichen
Erfahrung. Manche Körper sind in hervorragendem Masse teilbar, z. B. die
edlen Metalle (das Gold lässt sich zu 0,0001 mm dicken Blättern
ausschlagen), die Farbstoffe.
Mit dem Namen Porosität wird die allgemeine Thatsache bezeichnet, dass
die Moleküle der Körper nicht dicht aufeinanderliegen, sondern dass sich
mehr oder weniger grosse Zwischenräume zwischen denselben befinden, in
welche unter Umständen die Moleküle anderer Körper eindringen können. So
lässt sich durch kompakte Metalle mittelst starken Drucks Wasser
hindurchtreiben, woraus wir schliessen müssen, dass die molekularen
Zwischenräume oder Poren der Metalle grösser sind als die Moleküle des
Wassers. Die Porosität im gewöhnlichen Sinne des Wortes, wie sie z. B.
ein Schwamm oder ein Ziegelstein zeigt, ist selbstverständlich[8] keine
allgemeine Eigenschaft der Körper.
Die Eigenschaft der Zusammendrückbarkeit und Ausdehnbarkeit ist eine
Folge der Porosität. Sie beruht auf einer Aenderung der Grösse der
Molekülzwischenräume durch äussern Druck oder Zug oder durch andere
Einwirkungen, z. B. durch Erwärmen und Abkühlen.
In engem Zusammenhang mit der Volumänderung der Körper steht die
allgemeine Eigenschaft der Elastizität, d. h. des Bestrebens der
Moleküle, nach dem Aufhören des äusseren Zwanges ihre frühere Lage
wieder anzunehmen.
11.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
Reviews
Reviews
No reviews yet
Be the first to share your thoughts on this work.
Join the Discussion
Join the discussion
Sign in to leave a comment or review.
Sign InorCreate an account