German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Wird der Zug Z parallel der Basis ausgeübt, so ist im Falle des
Gleichgewichts Z=P tang a und D=P/cos a.
In dieser letzteren Form findet die schiefe Ebene Anwendung als Keil und
Schraube.
Den Keil hat man aufzufassen[8] als zwei mit der Basis aufeinander
gelegte schiefe Ebenen. Die Kraft wirkt auf den Rücken parallel zur
gemeinschaftlichen Basis; der Gegendruck erfolgt parallel zum Rücken.
Im Falle des Gleichgewichts verhält sich die Kraft zu diesem Gegendruck
wie der Rücken des Keils zur gemeinsamen Basis (Höhe des Keils).
Die Schraube kann man sich dadurch entstanden[9] denken, dass ein
vierkantig- oder dreikantigprismatischer Streifen so um einen Zylinder
herumgewickelt worden ist, dass er mit der Zylinderachse immer den
gleichen Winkel bildet; man erhält so eine flachgängige[10] bez.[11]
scharfgängige[12] Schraube. Ein voller Umlauf des Streifens bildet einen
Schraubengang[13]; die Gesamtheit der Schraubengänge bilden das
Gewinde[14] der Schraube. Der äussere Durchmesser heisst die
Bolzenstärke[15], der Durchmesser des zylindrischen Kerns die
Kernstärke[16].
Arbeitet[17] man in der Wand eines Hohlzylinders, dessen Durchmesser
gleich der Kernstärke ist, vierkantig- bez.[11] dreikantigprismatische
Schraubengänge aus, so dass der entstehende Hohlraum und die Schraube
selbst einander kongruent sind, so erhält man die zur Schraube passende
Schraubenmutter.
Stellt man die Achse der Schraube senkrecht, so bildet die obere (oder
untere) Grenzfläche eines jeden Schraubenganges eine Fläche, die überall
gegen den Horizont unter gleichem Winkel geneigt ist, für die somit die
Gesetze der schiefen Ebene Anwendung finden können. Der Betrag, um
den[18] das Gewinde bei einem jeden Umgang steigt, heisst Steigung oder
Ganghöhe[19]; dieselbe entspricht der Höhe der schiefen Ebene,
während der Umfang des Bolzens der Basis entspricht.
Bei der Schraube wirkt in der Regel die Kraft parallel zum Umfange des
Bolzens, der Gegendruck erfolgt in der Richtung der Achse desselben;
lässt man die Kraft am Umfange des Bolzens selbst wirken, so verhält
sich im Falle des Gleichgewichts die Kraft zum Gegendruck wie der Umfang
zur Steigung. Je kleiner also[20] die Steigung und je grösser der Umfang
ist, einen um so stärkeren Druck kann man mit einer gegebenen Kraft in
der Richtung der Achse der Schraube hervorbringen. Hierauf beruht die
Verwendung der Schraube zur Befestigung und zur Erzeugung von starken
Drucken (Schraubenpresse). Ferner verwendet man die Schraube vielfach,
um sehr kleine Bewegungen hervorzubringen (Mikrometerschrauben,
Stellschrauben[21]).
17.
_Der Hebel._ Unter Hebel versteht man einen starren Körper, welcher um
eine feste Achse drehbar ist, und auf welchen Kräfte einwirken, welche
ihn um diese Achse nach verschiedenen Richtungen zu drehen suchen.
Gleichgewicht findet statt, wenn die algebraische Summe der
Drehungsmomente gleich null ist.
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