German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering — John Shaqi
German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
Science
German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
German language -- Readers -- Science
Gewöhnlich besitzt der Hebel die Form einer geradlinigen Stange. Die
Entfernung des Angriffspunktes der Kraft von der Achse heisst Hebelarm.
Beim Winkelhebel liegen die Hebelarme nicht in gerader Linie.
Wenn beim geraden Hebel die Kräfte parallel sind, verhalten[1] sie
sich, im Falle des Gleichgewichts, umgekehrt wie die Hebelarme.
Bekannt[2] ist die Anwendung des geraden Hebels zum Heben der Lasten. Je
kürzer hierbei[3] der Hebelarm der Last und je länger derjenige der
Kraft ist, um so grösser kann erstere, um so kleiner letztere sein. Ein
Gewinn an Arbeit findet[4] beim Hebel nicht statt, weil der Weg der
Kraft gerade so vielmal so gross ist, als derjenige der Last, wie der
Hebelarm der ersteren als derjenige der letzteren.
Der Winkelhebel dient hauptsächlich dazu, Richtungsänderungen bei der
Uebertragung von Bewegungen hervorzubringen, z. B.[5] bei Klingelzügen.
Die feste Rolle bildet einen zweiseitigen, gleicharmigen Hebel, wobei[6]
die Kraft P und die Last L an den Enden eines über die Rolle gelegten
Seiles wirken. Gleichgewicht herrscht, wenn P=L ist. Sie dient
hauptsächlich dazu, um einer gegebenen Kraft eine andere Richtung zu
geben. Die lose Rolle hängt frei im Seile, welches einerseits befestigt
ist, während an der andern Seite die Kraft wirkt; die Last ist an der
Achse der Rolle aufgehängt. Zur Hebung grösserer Lasten bedient man sich
in der Regel[7] einer Verbindung mehrerer fester und loser Rollen,
welche man Flaschenzug[8] nennt.
Das Rad an der Welle[9] in seiner einfachsten Form finden wir bei der
gewöhnlichen Winde; die Last hängt an einem[10] um die Welle
geschlungenen Seile, die Kraft wirkt am Umfange des Rades. Gleichgewicht
besteht, wenn sich die Kraft zur Last verhält wie der Halbmesser der
Welle zu demjenigen des Rades.
Eine besondere Form des Wellrades ist die Kurbel. Ferner gehören hierher
das Zahnrad in seinen mannigfaltigen Formen, endlich die Riemen- und
Seilscheiben.[11]
18.
_Fortpflanzung[1] eines Drucks innerhalb einer Flüssigkeit._ Wenn man
auf einen Teil der Oberfläche einer[2] vollständig von den Wänden eines
Gefässes umschlossenen Flüssigkeit einen Druck ausübt, so suchen die
Teilchen diesem Drucke nach allen Richtungen hin auszuweichen;
infolgedessen[3] pflanzt[4] sich der Druck nach allen Richtungen hin mit
gleicher Stärke fort.
Ein[5] in eine Flüssigkeit eingetauchter starrer Körper erleidet durch
dieselbe einen Druck nach oben, einen Auftrieb, welcher gleich ist dem
Gewicht der verdrängten Flüssigkeit. Dieser Satz ist das sogen.[6]
Archimedische Prinzip.
Um das relative Gewicht eines starren Körpers zu bestimmen, hängt man
denselben an einem feinen Draht auf, bestimmt sein Gewicht P_{1}, taucht
ihn alsdann in ein Gefäss mit Wasser und ermittelt abermals das Gewicht
P_{2}. Alsdann ist D=P_{1}:(P_{1}-P_{2}). Der Gewichtsverlust des
eingetauchten Drahtstücks ist meist so klein, dass es nicht
berücksichtigt zu werden braucht.
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