German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Die absolute Wärmeleitungsfähigkeit der Körper wird gemessen durch die
Anzahl von Wärmeeinheiten[9] oder Grammkalorien, welche in 1 sec durch 1
cm² des Querschnitts hindurchgehen, wenn zwei um[10] 1 cm abstehende
Querschnitte einen Temperaturunterschied von 1° C besitzen, oder wie man
hierfür auch sagen kann, wenn das Temperaturgefälle den Wert 1 besitzt.
Für die Heizungstechnik[11] ist besonders der Hindurchtritt von Wärme
durch eine Scheidewand aus einem wärmeren in einen kühleren Raum von
Wichtigkeit, ein Vorgang, den man auch Wärmetransmission nennt.
27.
_Spezifische und latente Wärme._ Um verschiedene Körper um[1] 1° C zu
erwärmen, bedarf es der Zufuhr von verschiedenen Wärmemengen[2], welche
wir die Wärmekapazität der Körper nennen. Dieselbe ist immer der Masse
des Körpers proportional.
Man misst die Wärmekapazität nach Wärmeeinheiten oder Kalorien, wobei[3]
man unter einer Kalorie (1 cal) diejenige Wärmemenge versteht, welche
nöthig ist, um die Temperatur von 1 kg (oder 1 g) Wasser von 0° auf 1° C
oder auch allgemein um 1° C zu steigern.
Diejenige Anzahl von Kalorien, welche nötig sind, um die Temperatur von
1 kg (oder 1 g) einer Substanz um[1] 1° C zu erhöhen, heisst die
spezifische Wärme der Substanz. Wärmeaufnahme ohne Temperaturerhöhung
findet beim[4] Schmelzen oder Auflösen und beim[4] Verdampfen der Körper
statt. Man nennt diese Wärme gebunden oder latent.
Bei[4] den umgekehrten Aggregatzustandsänderungen[5], dem Erstarren und
der Kondensation, wird die latente Wärme wieder frei.
Die latente Wärme des Wasserdampfes beträgt beim[4] Siedepunkt 536 cal.
Man braucht also[6], um 1 kg Wasser von 100° in Dampf von derselben
Temperatur überzuführen, so viel Wärme, dass man damit z. B. 10 kg
Wasser um[1] 53,6° C erwärmen könnte. Umgekehrt[7] giebt jedes Kilogramm
Wasserdampf von 100° bei[4] der Verdichtung zu Wasser von 100° 536 cal
ab. Man macht hiervon Gebrauch bei[4] der Dampfheizung.
Die Bestimmung der spezifischen und latenten Wärme geschieht mittels des
Kalorimeters, einer Vorrichtung mittels deren man diejenige Wärmemenge
misst, welche ein Körper von bestimmter Masse bei[4] einer Abkühlung
um[1] eine bestimmte Anzahl von Graden hergiebt oder bei[4] einer
Erwärmung um[1] eine bestimmte Anzahl von Graden aufnimmt. Dies kann auf
drei verschiedene Arten ausgeführt werden, 1. Man bringt den auf eine
bestimmte Temperatur erhitzten Körper in eine abgewogene Menge Wasser
von niederer Temperatur und ermittelt[8] die Temperatur, welche beide
zusammen schliesslich annehmen. 2. Man ermittelt die Menge von Eis,
welche der auf eine bestimmte Temperatur erwärmte Körper zu schmelzen
vermag.[9] 3. Man bestimmt diejenige Menge von Wasser, welche der Körper
in einem Strom von gesättigtem Wasserdampf niederschlägt,[10] während er
sich auf die Temperatur des Dampfes erwärmt.
28.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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