German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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_Wärme aus mechanischer Arbeit._ Wärme entsteht[1] bei der Reibung und
beim unelastischen Stoss der Körper; bei diesen Vorgängen wird
mechanische Arbeit verbraucht. Die Versuche haben gelehrt, das zur
Erzeugung von 1 cal immer eine ganz bestimmte Arbeitsgrösse[2] von im
Mittel[3] 425 mkg nötig ist. Umgekehrt kann sich unter Umständen Wärme
wieder in mechanische Arbeit umsetzen, wobei[4] man für je 1/425 cal
eine Arbeitsleistung von 1 mkg erhält. Man nennt die Grösse 425 mkg das
mechanische Aequivalent der Wärme, während 1/425 cal. das calorische
Aequivalent der Arbeit ist.
Beispiele von der Umsetzung von Wärme in mechanische Arbeit findet man
in den Heissluftmotoren, bei welchen eine angesaugte und dann durch die
Bewegung eines Kolbens verdichtete Luftmenge[5] erhitzt wird und bei der
während der Erhitzung stattfindenden Ausdehnung einen zweiten Kolben
vorwärts schiebt, welcher mittels Pleuelstange[6] und Kurbel[7] eine
Welle[8] mit Schwungrad[9] in Bewegung setzt und so die von der
erhitzten, sich ausdehnenden Luft abgegebene Arbeit an letztere abgiebt.
Die Luftmenge kann dabei[10] bei[11] jedem Hub neu aufgesaugt werden
(Ericson), oder die Maschine kann immer mit demselben Luftquantum
arbeiten (Lehmann). Diese Maschinen müssen infolge der Schwierigkeit,
die Wärme rasch der Luft zuzuführen, mit hohen Temperaturen der
Heizflächen und darum ungünstig arbeiten. Günstiger ist daher der Motor
von Hock, bei welchem die Arbeitsluft durch den Heizraum hindurchgeführt
wird.
Diese Maschinen bilden bis zu einem gewissen Grade den Uebergang[12] zu
den weit vollkommeneren Gaskraftmaschinen, bei welchen ein explosives
Gemisch von Luft und Leucht- oder Heizgas angesaugt, zusammengedrückt
und dann entzündet wird. Das durch die rasche Verbrennung auf sehr hohen
Druck gebrachte Gemenge von Stickstoff und den Verbrennungsprodukten des
Gases treibt alsdann den Kolben wieder vorwärts und giebt dabei[13] an
denselben Arbeit ab, welche auf eine Welle mit Schwungrad übertragen
wird. Beim Rückgang des Kolbens werden die infolge der Ausdehnung stark
abgekühlten Verbrennungsgase in die Luft hinausgetrieben. Dann wird
wieder Gemisch angesaugt, komprimiert, entzündet etc., d. h. bei je zwei
Hin- und Hergängen des Kolbens wird nur während eines Kolbenhubs[14]
Arbeit geleistet (Viertaktmotor von Otto). Die Gaskraftmaschinen
setzen[15] jetzt bis über 30 Prozent der gesammten bei der Verbrennung
des Gases entstehenden Wärme in mechanische Arbeit um.
29.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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