Herder's conception of "das Volk"Simpson, Georgiana Rose
Philosophy
Herder's conception of "das Volk"
Simpson, Georgiana Rose
German language -- Etymology; German language -- Semantics; Herder, Johann Gottfried, 1744-1803; Thesis (Ph. D.)
III, 398: “Wo, unsre Religion noch sinnlichen Vorstellungen Raum gibt; wo
sie sich einer Poetischen Bildersprache bequemt: da ist sie—Orientalisch.
Unter einem Volke gebildet, das ihr Gott auf alle Art von Bildnissen
abwenden wollte, in Gegenden, die das Uebermenschliche suchten, in
Nationen, die Verhüllungen des Körpers, und Geheimnisse des Geistes
lieber verehren als das offne Schöne lieben wollten—im Geist und in der
Sprache dieses Volks die sinnliche Bildersprache unsrer Religion also
geoffenbaret.” _Volk_ is nation.
III, 414: “Wenn er durch Dichter gebildet war, wenn einem Publikum in
Griechenland Dichterverse und Poetische Bilder ihrer Mythologie im
Kopfe schwebten, ohngefähr auf die Art, als unserm Volke Kirchenlieder,
Bibelsprüche (eine Vergleichung die hier blos Nationalunterschied seyn
soll).” _Volk_ is nation.
III, 425: “eine Nation, deren Merkwürdigkeiten eben so verwickelt von
der Politischen Wissenschaft sind, dass eine einzelne Münzensymbole
sie nicht vorstellen kann, ein Volk, das aus der verblümten Bilderzeit
hinaus, Wahrheit suchet, und Wahrheit findet: ein Volk endlich, in dem
die Münzen und der Geschmack auf denselben durchaus für keine Produktion
des Publikum gelten kann—ein solches Volk soll sich seine Geschichte
des Geschmacks und der Kunst aus Münzen weissagen, sich ein Buch durch
mit einem andern, dessen Numismatik Himmelweit von der ihrigen abliegt,
hämisch vergleichen lassen? wer ist Bürger dieses Volks, und sagt nicht:
_unde mihi lapides?_” This passage shows _Volk_ to be synonymous with
nation.
There are frequent uses of the word _Volk_ in the plural, _Völker_, with
the same connotation:
II, 19: “Die Litteratur fremder Völker und Sprachen ist oft als eine
fremde Colonie unter andere Nationen eingeführt.”
II, 23: “Was haben Völker und Sprachen für Vor- und Nachtheile gegen
einander?”
II, 79: “das Namenregister ... das mich aus allen Zungen und Sprachen und
Völkern und Gesellschaften der Erde überführen soll.”
III, 32: “eine Ader des Gefühls, die die besten Dichtungen und
Geschichte, nicht blos der Griechen, sondern aller Völker durchströmt.”
III, 52: “warum die Griechen in Bildung des Schönen so hoch gekommen, um
allen Völkern der Erde hierinn den Preis abzulaufen?”
IV, 168: “der das Schöne unter allen Völkern und Zeitaltern sucht.”
V, 86: “der Erste Kopf der an eine wahre Philosophie der Grammatik ...
denkt, muss gewiss erst die Geschichte derselben durch Völker und Stuffen
hinab überdacht haben.”
I, 2: “Gestorbene Sprachen.... Glücklich, dass die Völker denen sie eigen
waren, verlebt sind.”
I, 3: “Hier knüpft die Politik des Staats die Sprachen zur allgemeinen
Kette der Völker.”
I, 262: “Von allen Völkern der Erde abgesondert, brachte es seinem
Schutzgott Nationalgesänge.” (Jews.)
V, 500: “Der Stamm des Baums zu seiner grössern Höhe erwachsen, strebte,
Völker und Nationen unter seinen Schatten zu nehmen, in Zweige.”
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
Reviews
Reviews
No reviews yet
Be the first to share your thoughts on this work.
Join the Discussion
Join the discussion
Sign in to leave a comment or review.
Sign InorCreate an account