{100} “Dagegen haben wir nunmehr unseren Blick noch einmal schärfer auf
den Begriff eines psychischen Mechanismus zu richten, und da zeigt sich,
dass derselbe, abgesehen davon, wie viel er erklärt, so dunke list, dass
man sich kaum etwas dabei denken kann.”—_Philosophy of the Unconscious_,
3d ed., p. 76.
{101} “Das Endglied tritt als bewusster Wille zu irgend einer Handlung
auf; beide sind aber ganz ungleichartig und haben mit der gewöhnlichen
Motivation nichts zu thun, welche ausschliesslich darin besteht, dass die
Vorstellung einer Lust oder einer Unlust das Begehren erzeugr, erstere zu
erlangen, letztere sich fern zu halten.”—_Ibid._, p. 76.
{102a} “Diese causale Verbindung fällt erfahrungsmässig, wie wir von
unsern menschlichen Instincten wissen, nicht in’s Bewussisein; folglich
kann dieselbe, wenn sie ein Mechanismus sein soll, nur entweder ein nicht
in’s Bewusstsein fallende mechanische Leitung und Umwandlung der
Schwingungen des vorgestellten Motivs in die Schwingungen der gewollten
Handlung im Gehirn, oder ein unbewusster geistiger Mechanismus
sein.”—_Philosophy of the Unconscious_ 3d ed., p. 77.
{102b} “Man hat sich also zwischen dem bewussten Motiv, und dem Willen
zur Insticthandlung eine causale Verbindung durch unbewusstes Vorstellen
und Wollen zu denken, und ich weiss nicht, wie diese Verbindung einfacher
gedacht werden könnte, als durch den vorgestellten und gewollten Zweck.
Damit sind wir aber bei dem allen Geistern eigenthümlichen und immanenten
Mechanismus der Logik angelangt, und haben die unbewusster
Zweckvorstellung bei jeder einzelnen Instincthandlung als unentbehrliches
Glied gefunden; hiermit hat also der Begrift des todten, äusserlich
prädestinirten Geistesmechanismus sich selbst aufgehoben und in das
immanente Geistesleben der Logik umgewandelt, und wir sind bei der
letzten Möglichkeit angekommen, welche für die Auffassung eines
wirklichen Instincts übrig bleibt: der Instinct ist bewusstes Wollen des
Mittels zu einem unbewusst gewollten Zweck.”—_Philosophy of the
Unconscious_, 3d ed., p. 78.
{105a} “Also der Instinct ohne Hülfsmechanismus die Ursache der
Entstehung des Hülfsmechanismus ist.”—_Philosophy of the Unconscious_, 3d
ed., p. 79.
{105b} “Dass auch der fertige Hülfsmechanismus das Unbewusste nicht etwa
zu dieser bestimmten Instincthandlung necessirt, sondern blosse
prädisponirt.”—_Philosophy of the Unconscious_, 3d ed., p. 79.
{105c} “Giebt es einen wirklichen Instinct, oder sind die sogenannten
Instincthandlungen nur Resultate bewusster Ueberlegung?”—_Philosophy of
the Unconscious_, 3d ed., p. 79.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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