{111} “Dieser Beweis ist dadurch zu führen; erstens dass die
betreffenden Thatsachen in; der Zukunft liegen, und dem Verstande die
Anhaltepunkte fehlen, um ihr zukünftiges Eintreten aus den gegenwärtigen
Verhältnissen zu erschliessen; zweitens, dass die betreffenden Thatsachen
augenscheinlich der sinnlichen Wahrnehmung verschlossen liegen, weil nur
die Erfahrung früherer Fälle über sie belehren kann, und diese laut der
Beobachtung ausgeschlossen ist. Es würde für unsere Interessen keinen
Unterschied machen, wenn, was ich wahrscheinlich halte, bei
fortschreitender physiologischer Erkenntniss alle jetzt für den ersten
Fall anzuführenden Beispiele sich als solche des zweiten Falls ausweisen
sollten, wie dies unleugbar bei vielen früher gebrauchten Beispielen
schon geschehen ist; denn ein apriorisches Wissen ohne jeden sinnlichen
Anstoss ist wohl kaum wunderbarer zu nennen, als ein Wissen, welches zwar
_bei Gelegenheit_ gewisser sinnlicher Wahrnehmung zu Tage tritt, aber mit
diesen nur durch eine solche Kette von Schlüssen und angewandten
Kenntnissen in Verbindung stehend gedacht werden könnte, dass deren
Möglichkeit bei dem Zustande der Fähigkeiten und Bildung der betreffenden
Thiere entschieden geleugnet werden muss.”—_Philosophy of the
Unconscious_, 3d ed., p. 85.
{113} “Man hat dieselbe jederzeit anerkannt und mit den Worten Vorgefühl
oder Ahnung bezeichnet; indess beziehen sich diese Wörte einerseits nur
auf zukünftiges, nicht auf gegenwärtiges, räumlich getrenntes
Unwahmehrnbares, anderseits bezeichnen sie nur die leise, dumpfe,
unbestimmte Resonanz des Bewusstseins mit dem unfehlbar bestimmten
Zustande der unbewussten Erkenntniss. Daher das Wort Vorgefühl in
Rücksicht auf die Dumpfheit und Unbestimmtheit, während doch leicht zu
sehen ist, dass das von allen, auch den unbewussten Vorstellungen
entblösste Gefühl für das Resultat gar keinen Einfluss haben kann,
sondern nur eine Vorstellung, weil diese allein Erkenntniss enthält. Die
in Bewusstsein mitklingende Ahnung kann allerdings unter Umständen
ziemlich deutlich sein, so dass sie sich beim Menschen in Gedanken und
Wort fixiren lässt; doch ist dies auch im Menschen erfahrungsmässig bei
den eigenthümlichen Instincten nicht der Fall, vielmehr ist bei diesen
die Resonanz der unbewussten Erkenntniss im Bewusstsein meistens so
schwach, dass sie sich wirklich nur in begleitenden Gefühlen oder der
Stimmung äussert, dass sie einen unendlich kleinen Bruchtheil des
Gemeingefühls bildet.”—_Philosophy of the Unconscious_, 3d ed., p. 86.
{115a} “In der Bestimmung des Willens durch einen im Unbewussten
liegenden Process . . . für welchen sich dieser Character der
zweifellosen Selbstgewissheit in allen folgenden Untersuchungen bewähren
wird.”—_Philosophy of the Unconscious_, p. 87.
{115b} “Sondern als unmittelbarer Besitz vorgefunden wird.”—_Philosophy
of the Unconscious_, p. 87.
{115c} “Hellsehen.”
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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