Three Philosophical Poets: Lucretius, Dante, and Goethe
Dante Alighieri · en
[22] _Faust_, Part ii. Act v., _Mitternacht_:
Ich bin nur durch die Welt gerannt:
Ein jed’ Gelüst ergriff ich bei den Haaren,
Was nicht genügte, liess ich fahren,
Was mich entwischte, liess ich ziehn.
[23] _Faust_, Part ii. Act v., _Grosser Vorhof des Palasts_:
Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.
Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
[24] _Faust_, Part ii. Act v., _Himmel_:
Wer immer strebend sich bemüht,
Den konnen wir erlösen.
[25] Ibid.:
Wir wurden früh entfernt
Von Lebechören;
Doch dieser hat gelernt,
Er wird uns lehren.
[26] _Faust_, Part ii. Act v., _Mitternacht_:
Noch hab’ ich mich ins Freie nicht gekämpft.
Könnt ich Magie von meinem Pfad entfernen,
Die Zaubersprüche ganz und gar verlernen,
Stünd’ ich, Natur, vor dir ein Mann allein.
Da wär’s der Mühe wert, ein Mensch zu sein.
[27] _Faust_, Part ii, Act v., _Himmel_:
Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist es gethan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.
[28] Cf. _Trilogie der Leidenschaft_, 1823:
Mich treibt umher ein unbezwinglich Sehnen;
Da bleibt kein Rat als grenzenlose Thränen....
Und so das Herz erleichtert merkt behende
Dass es noch lebt und schlägt und möchte schlagen,...
Da fühlte sich--o, dass es ewig bliebe!--
Das Doppelglück der Töne wie der Liebe.
[29] _Aus dem Nachlass, Abkündigung:_
Des Menschen Leben ist ein ähnliches Gedicht;
Es hat wohl einen Anfang, hat ein Ende,
Allein ein Ganzes ist es nicht.
V
CONCLUSION