German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Um das Gewicht eines Körpers zu bestimmen, vergleicht man es mittels der
Wage mit dem Gewichte bestimmter Körper, deren Gewichte bestimmte
Vielfache[7] oder Bruchteile der Gewichtseinheit sind; dieselben nennt
man kurz Gewichte.
Als Gewichtseinheit dient das Gramm (g), welches demjenigen Druck
gleichgesetzt ist, den ein Kubikzentimeter Wasser von 4° C. auf seine
Unterlage ausübt. (1000 Kilogramm (kg) sind eine Tonne (t), 100 kg sind
1 Meterzentner oder Doppelzentner.)
Ein Körper von doppeltem Volumen besitzt doppelt soviel, ein Körper von
10fachem Volumen 10mal soviel Gewicht als ein gleichartiger Körper von
einfachem Volumen, oder allgemein: Das Gewicht eines Körpers ist dem
Volumen proportional.
Gleich grosse Volumina verschiedenartiger Körper besitzen im Allgemeinen
verschiedene Gewichte.
Man nennt das Gewicht der Volumeneinheit eines Körpers sein spezifisches
Gewicht. Anstatt dessen giebt[8] man gewöhnlich an wie viel mal so gross
das Gewicht eines Körpers ist als das Gewicht eines gleich grossen
Volumens Wasser von 4° C. Diese unbenannte Zahl nennt man das relative
Gewicht oder auch die Dichtigkeit oder Dichte, oder auch vielfach
ebenfalls das spezifische Gewicht.
Dieses relative Gewicht erhält man, wenn man das Gewicht des Körpers
durch das Gewicht eines gleichgrossen Wasservolumens dividiert. Ersteres
bestimmt man mit der Wage; letzteres kann auf mehrfache Weise gefunden
werden; z. B. mittels des Pyknometers[9]. So nennt man ein kleines
Glaskölbchen mit engem Hals und trichterförmig erweiterter Mündung.
Diese kann durch einen aufgelegten Glasdeckel verschlossen werden, um
während der Wägung die Verdunstung zu verhindern. Es sei[10] nun P_{1}
das Gewicht des gut ausgetrockneten, leeren Pyknometers mit dem
Glasdeckel. Man füllt dasselbe alsdann[11] bis zu etwa einem Drittel mit
der zerkleinerten Substanz; das Gewicht sei jetzt P_{2}. Hierauf füllt
man bis zu einer[12] an dem verengerten Halse angebrachten Marke mit
Wasser und sorgt dafür, dass in der eingefüllten Substanz keine
Luftblasen zurückbleiben; das Gewicht sei nun P_{3}. Endlich entfernt
man die Substanz vollständig und füllt bis zur Marke mit Wasser; das
Gewicht sei P_{4}. Alsdann ist das Gewicht der Substanz P=P_{2}-P_{1},
das Gewicht des gleichen Wasservolumens p=P_{4}+P_{2}-P_{1}-P_{3} und
das relative Gewicht D=P:p.
13.
_Ruhe und Bewegung._ Wenn ein Körper zu verschiedenen, aufeinander
folgenden Zeiten verschiedene Orte und Lagen[1] einnimmt, so sagen wir,
derselbe ist in Bewegung. Bleibt[2] Ort und Lage im Laufe der Zeit
ungeändert, so sagen wir, der Körper ist in Ruhe.
Wir können folgende Arten der Bewegung unterscheiden:
1. Die Bewegung des ganzen Körpers gegen ausserhalb desselben
gelegene[3] Körper oder die fortschreitende[4] Bewegung. Je nachdem die
Aufeinanderfolge der Orte (der Weg oder die Bahn des Körpers) eine
gerade oder krumme Linie bildet, unterscheidet man geradlinige und
krummlinige Bewegungen.
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