German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Ist[7] ein Körper spezifisch leichter als eine Flüssigkeit, und
taucht[7] man denselben ganz unter die letztere, so ist der Auftrieb
grösser als das Gewicht des Körpers, und der letztere hat infolgedessen
das Bestreben in der Flüssigkeit emporzusteigen; er steigt jedoch nur so
weit, bis zwischen dem Auftrieb, welcher der noch eintauchende Teil des
Körpers erfährt und seinem Gewicht gerade Gleichgewicht besteht. Alsdann
schwimmt der Körper, und dabei[8] gilt[9] das Gesetz: Ein schwimmender
Körper taucht gerade so weit ein, dass das Gewicht der verdrängten
Flüssigkeit gleich dem Gewicht des Körpers wird. So schwimmt Kork auf
Wasser, Eisen auf Quecksilber. Besitzt der Kork z. B. das relative
Gewicht 0,2, so taucht beim Schwimmen nur 0,2 seines Volumens in das
Wasser ein. Schwimmt Eisen vom relativen Gewicht 7,8 auf Quecksilber vom
relativen Gewicht 13,6, so ist das eingetauchte Volumen 7,8/13,6=0,574
von dem Gesammtvolumen des Eisens.
_Ausfluss von Flüssigkeiten._ Macht man in die Wandung eines[10] mit
einer Flüssigkeit gefüllten Gefässes eine Oeffnung, so fliesst die
Flüssigkeit aus derselben in Form eines zusammenhängenden Strahls aus.
Die Geschwindigkeit, mit der die Flüssigkeitsteilchen aus der Oeffnung
herausgeschleudert werden, die sogenannte Ausflussgeschwindigkeit, ist
gleich derjenigen eines Körpers, welcher die Höhe von der Oberfläche bis
zur Ausflussöffnung frei durchfallen hat, d. h. v=Quadratwurzel(2gH),
wenn H diese Druckhöhe[11] ist. Dieser Satz ist das sogenannte
Torricellische Theorem.
19.
_Der Heber_[1] dient dazu, eine Flüssigkeit selbsttätig[2] über den Rand
eines Gefässes hinweg von einem höheren auf ein tieferes Niveau[3] zu
befördern. Derselbe besteht aus einer zweischenkelig[4] gebogenen Röhre,
die (am einfachsten durch Ansaugen) mit der betreffenden Flüssigkeit
gefüllt wird und mit dem einen Schenkel in die Flüssigkeit eintaucht.
Dann fliesst die Flüssigkeit so lange aus der Oeffnung des äusseren
Schenkels heraus, und wird dabei[5] über die Gefässwand hinweggehoben,
als das Niveau im Gefäss höher als die äussere Oeffnung liegt.
_Festigkeit_[6] nennt man den Widerstand, den ein starrer Körper einer
Trennung seiner Teile entgegensetzt. Als Mass[7] der Festigkeit dient
die zur Trennung erforderliche Kraft. Man unterscheidet
1. Die absolute Festigkeit oder Zugfestigkeit[8], den Widerstand gegen
das Zerreissen. Dieselbe ist dem Querschnitt[9] proportional und
ausserdem vom Stoff abhängig. Man giebt sie in der Regel in Kilogramm
für das Quadratmeter an und nennt diese Grösse[10] den Festigkeitsmodulus
oder -Koeffizient.
2. Die rückwirkende[11] Festigkeit oder den Widerstand gegen das
Zerdrücken.
3. Die relative[12] Festigkeit oder den Widerstand gegen das Zerbrechen.
4. Die Torsionsfestigkeit oder den Widerstand gegen das Zerdrehen.
5. Die Scher- oder Schubfertigkeit oder den Widerstand gegen das
Abscheren.
6. Die Härte oder den Widerstand gegen das Eindringen eines anderen
Körpers in die Oberfläche.
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