German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Unter Elastizität versteht man die Eigenschaft der Körper, vermöge deren
sie nach Grössen- und Formänderungen,[13] die innerhalb einer gewissen
Grenze bleiben, wieder in die frühere Grösse und Form zurückkehren. Die
Grenze, welche hierbei nicht überschritten werden darf, heisst die
Elastizitätsgrenze.
Man nennt Körper, die schon bei geringen Formänderungen brechen,
spröde[14]; solche, die starke Formänderungen ertragen, ohne dass sie
den Zusammenhang verlieren, zähe[15], dehnbar[16] oder geschmeidig.[17]
20.
_Der Schall._ Wir verstehen unter Schall eine Gehörempfindung,[1] welche
im Gehörorgan durch eine longitudinale Wellenbewegung[2] der Luft erregt
wird. Diese Wellenbewegung wird durch gewisse Schwingungsbewegungen
starrer, flüssiger oder gasförmiger Körper verursacht.
Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit[3] des Schalls in der Luft bei 0° ist
332,4 m/sec Sie ist unabhängig vom Luftdruck, ändert sich aber mit der
Temperatur.
Sehr gut pflanzt sich auch der Schall in starren und flüssigen Körpern
fort. Hierauf beruht das sogenannte Fadentelephon[4]. Zwei[5] über
Holzringe ausgespannte Stücke Blase sind durch einen in ihren Mitten
befestigten, frei ausgespannten Faden oder Metalldraht verbunden, der
mehr als 100 m lang sein kann. Spricht man gegen die eine Membran, so
reproduziert die andere die Worte ziemlich deutlich.
Wie jede Wellenbewegung, so wird auch der Schall, wenn er an eine Grenze
des Mittels[6], in welchem er sich ausbreitet, gelangt, daselbst
teilweise in das alte Mittel zurückgeworfen. Dies geschieht z. B. an
Felswänden, Wäldern, Häusern, aber auch an verschieden warmen
Luftschichten.
Durch die Reflexion des Schalles entsteht auch das Echo. Da wir
Schalleindrücke nur dann deutlich getrennt wahrnehmen, wenn zwischen
ihnen mindestens 0,1 Sekunde liegt, so muss der reflektierende
Gegenstand für ein einsilbiges Echo mindestens 17 m entfernt sein. Bei
geringerer Entfernung beobachtet man nur einen Nachhall.[7]
Beim Sprachrohr und Hörrohr benutzt man die Zurückwerfung des Schalles
an starren Wänden, um die Schallstrahlen vorwiegend[8] nach einer
Richtung hin zu lenken. Das erstere besteht aus einem etwa 2 m langen,
schwach konischen Rohr, am besten aus mehrfach übereinandergeleimtem
Papier hergestellt und gut lackiert. Blecherne Rohre klirren. Der Schall
der am engeren Ende hineingesprochenen Worte pflanzt sich infolge der
Reflexion vorwiegend in der Richtung der Achse fort. Umgekehrt wirkt das
Hörrohr. In nicht zu engen Rohrleitungen pflanzt sich der Schall auf
weite Strecken ziemlich ungeschwächt fort. Hiervon macht man praktische
Anwendung, um zwischen entfernten Räumen eines Hauses Sprechverbindung
herzustellen.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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