German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Bei den modernen Dampfturbinen, welche jetzt so weit vervollkommnet
sind, dass ihr Wirkungsgrad denjenigen der Zweifachexpansionsmaschinen
erreicht, lässt man den Dampf, ähnlich dem Wasser bei den
Wasserturbinen, ausströmen und die mit grosser Geschwindigkeit
austretenden Dampfstrahlen[10] auf ein Schaufelrad[11] drücken.
Wegen der grossen Ausflussgeschwindigkeit des Dampfes muss auch, um
einen günstigen Wirkungsgrad zu erzielen, die Umfangsgeschwindigkeit des
Schaufelrads sehr hoch sein.
30.
_Mechanische Wärmetheorie._ 1. Ein grosses Quantum von Wärmeenergie ist
immer einem ganz bestimmten Quantum mechanischer Energie äquivalent. Die
Summe der beiden Energiearten[1] in einem gegen die Aussenwelt
vollkommen abgeschlossenen Raume, in welchem sich beliebige[2]
Umwandlungen der einen in die andere Energieform zutragen[3], ist
deshalb konstant. Dieser Satz heisst auch das Prinzip von der Erhaltung
der Energie.
2. Bei Kreisprozessen[4] vollziehen sich die Umwandlungen so, dass dabei
die umgewandelte Wärme immer den Wärmequellen höherer Temperatur
entnommen wird, während eine Ueberführung von Wärme aus einer
Wärmequelle niederer Temperatur in eine höhere nur durch Aufwendung von
mechanischer Arbeit oder einer anderen Energieform vollzogen werden
kann, und bei jedem solchen Kreisprozess findet eine Vermehrung der
Wärmeenergie auf Kosten der anderen Energieform statt.
Am allgemeinsten[5] lässt sich der zweite Hauptsatz der mechanischen
Wärmetheorie in der Form aussprechen: Nur solche Vorgänge vermögen
mechanische Arbeit zu liefern, welche in der Natur von selbst sich
vollziehen, wie z. B. der Uebergang von Wärme von höherer auf niedere
Temperatur, das Herabsinken eines Gewichts von einem höheren auf ein
tieferes Niveau[6], der Uebergang der Elektrizität von einem höheren auf
ein tieferes Potentialniveau etc. Da Wärme auftritt, wenn Arbeit, d. h.
Bewegung von Massen, verschwindet, und da umgekehrt Wärme in Arbeit
übergeführt werden kann, so fasst[7] man gegenwärtig die Wärme selbst
als eine Art von Massenbewegung auf, bei der jedoch die Körper nicht als
Ganzes, sondern nur ihre Moleküle gegeneinander in Bewegung begriffen[8]
sind. Keine Wärme[9] würde demnach ein Körper enthalten, wenn seine
Moleküle gegeneinander in Ruhe wären; dieser Zustand wäre dann
derjenige, welcher dem absoluten Nullpunkt der Temperatur entspricht.
_Der Magnetismus._ Ein Magnet zieht[10] ein ihm nahe gebrachtes
Eisenstück an, wird gleichzeitig aber auch von diesem Eisenstück mit
gleicher Kraft angezogen.
Nähert man zwei Magnetpole einander, so beobachtet man nur dann
Anziehung, wenn der eine ein Nordpol, der andere ein Südpol ist, oder
wenn beide ungleichnamig sind. Dagegen[11] stossen[12] sich zwei
Nordpole oder zwei Südpole, d. h. gleichnamige Pole, gegenseitig ab.
Die Kraft, welche zwischen zwei Magnetpolen zur Wirkung kommt, ist
umgekehrt proportional dem Quadrat ihres gegenseitigen Abstandes.
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