German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Die permanenten Stahlmagnete wurden zuerst von Wilde durch
Elektromagnete ersetzt. In 1867 wurde von Siemens und fast gleichzeitig
auch von Wheatstone das sogenannte dynamoelektrische Prinzip entdeckt,
welches darauf beruht, dass eine geringe Spur von Magnetismus im Eisen
der Feldmagnete zur Selbsterregung der Magnete hinreichend ist, indem
die[18] zuerst dem geringen Magnetismus entsprechenden schwachen
induzierten elektrischen Ströme des Ankers, in die Bewickelung der
Magnete geleitet, diesen Magnetismus verstärken, wodurch dann wieder die
in der Ankerbewicklung erregten Ströme verstärkt werden, so dass diese
alsdann den Magnetismus wieder verstärken und so fort bis die volle
Wirkung der Maschine erreicht wird.
35.
_Die Gramme Maschine._ Zwischen den Polschuhen des den Feldmagneten
bildenden Elektromagneten ist der[1] aus einem[2] mit isoliertem
Kupferdraht bewickelten Eisenring bestehende Anker auf einer drehbaren
Welle[3] angebracht. In der Kupferdrahtbewickelung dieses ringförmigen
Eisenkerns werden bei der Bewegung durch das magnetische Kraftfeld
elektrische Ströme induziert, wobei[4] der Eisenkern durch Influenz
magnetisiert wird und die Verdichtung der magnetischen Kraftlinien,
sowie die daraus entstehende Verstärkung des magnetischen Feldes
stattfindet.
Ursprünglich war Gramme von dem Gedanken ausgegangen, den durch den
Einfluss des Feldmagneten magnetisierten Eisenring in der Drahtspirale
oder die Drahtspirale um den magnetisierten Eisenring rotieren zu
lassen. Der[5] praktischen Ausführung dieser Idee stellten sich jedoch
unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen, so dass der Erfinder den
Eisenring einfach mit isoliertem Drahte bewickelte und in geeigneter
Weise auf der Welle befestigte und so den ganzen Anker vor den Polen des
Feldmagneten rotieren liess. In der Tat[6] wurde dadurch dieselbe, von
ihm wohl[7] nicht vorhergesehene Wirkung erzielt, als wenn der Eisenkern
oder die Drahtspirale für sich allein rotierten. Durch die Einwirkung
der Pole des Feldmagneten werden nämlich[8] auch in dem rotierenden
Ringe zwei feststehende entgegengesetzte Pole erzeugt, indem[9] durch
die magnetische Influenzierung des Eisenringes dem Nordpole des
Feldmagneten gegenüber ein Südpol und dem Südpole des Feldmagneten
gegenüber ein Nordpol im Eisenringe entsteht; allerdings[10] werden
dabei fortwährend neue Eisenteilchen im rotierenden Ringe veränderlich
magnetisiert und es ist deshalb erforderlich, das Material des Ringes so
einzurichten, dass die fortwährend rasche Aenderung des Magnetismus der
Teilchen möglichst erleichtert wird.
Die Bewickelung des Feldmagneten ist einfach eine Fortsetzung der
Ankerbewickelung und die Erregung des Feldmagneten wird durch den von
der Ankerbewickelung ausgehenden Hauptstrom bewirkt. Man bezeichnet
diese Bewickelung, bei welcher Anker und Feldmagnet hintereinander
geschaltet sind, als die Reihen- oder Serienbewickelung[11] im Gegensatz
zu der Nebenschlussbewickelung.[12]
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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