German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Hausleitungen selbst sind die einzelnen Lampen oder Lampengruppen
mittels solcher Schmelzsicherungen zu schützen. In den Hausanlagen
selbst werden die Leitungen, die in der Regel durch Umspinnung mit
Baumwolle isoliert sind, mittels kleiner isolierender Porzellanrollen an
Wänden und Decken befestigt oder durch isolierende Röhren aus Karton[15]
oder Hartgummi unterhalb des Wandverputzes[16] und durch die Wände
selbst von einem Raume in den andern geführt.
Zum Aus- und Einschalten[17] der Lampen und anderer elektrischer
Apparate werden Schalter[18] von verschiedenen Formen und Einrichtungen
benutzt. Ausser diesen sind noch die Umschalter[19] zu erwähnen, welche
dazu dienen, den Strom in einer Leitung auszuschalten und dabei
gleichzeitig dafür in eine andere Leitung überzuführen oder seine
Richtung umzukehren. Diese Apparate sind mit zwei gegenüberstehenden
Kontaktsystemen versehen, so dass der Hebel beim Umlegen das eine
Kontaktsystem aus- und dafür das andere einschaltet.
38.
_Die elektrische Kraftübertragung._ Der Gleichstrommotor[1] kann bei
geeigneter Konstruktion mit einem sehr hohen Wirkungsgrade[2]
hergestellt werden, der selbst bei den kleinsten Motoren etwa 56 Prozent
der zugeführten elektrischen Kraft und bei grösseren Motoren mindestens
85 Prozent beträgt. Indessen ist bei diesem Motor der Stromwender[3] ein
ziemlich empfindlicher Teil, der[4] mit Sorgfalt zu behandeln ist und
durch Funkensprühen[5] leicht zu Störungen Anlass geben[6] kann, ja
sogar seine Anwendung an solchen Orten, wo leicht entzündliche Stoffe
vorhanden sind, wie z. B. in Steinkohlengruben[7] mit häufig
vorkommenden schlagenden Wettern[8], verbietet. Auch ist der Gleichstrom
für Fernleitung wegen der verhältnismässig sehr geringen Spannung[9],
mit welcher er zu erzeugen ist, nicht anwendbar, weil er für die
Uebertragung grösserer Kraftleistungen starke Querschnitte[10] der
Leitung verlangt, wodurch die Anlage zu kostspielig wird. Man hat unter
diesen Umständen hochgespannte Wechselströme zu benutzen. Der einfache
Wechselstrom ist jedoch insofern unbequem[11], als er zur Erregung
seines Magnetfeldes einen Gleichstrom braucht und daher zu dessen
Erzeugung einer besonderen Maschine bedarf. Ferner kann auch ein solcher
Motor nicht von selber angehen[12], sondern muss zuerst in der
gewünschten Richtung in Umdrehung versetzt werden, bis er eine[13] der
Stromwechselzahl und seiner eigenen Einrichtung entsprechende
Geschwindigkeit angenommen hat, bevor er seine Arbeit verrichten kann;
denn wird er bei zu geringer Geschwindigkeit belastet, so kommt er
alsbald wieder zum Stillstand. Ueberhaupt[14] muss er, um arbeitsfähig
zu sein, in den[15] durch seine Ankerdrehung unter der Einwirkung seines
Magnetfeldes hervorgerufenen Stromwechseln mit der den Strom ihm
liefernden Wechselstrommaschine übereinstimmen[16]. Man nennt daher den
einfachen oder einphasigen Wechselstrommotor auch synchronen Motor.
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