German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Um diesem Uebelstand abzuhelfen, brachte man, anstatt des[17] bei dem
einphasigen Wechselstrommotor vorhandenen, einfach hin und her
schwingenden Magnetfeldes, ein rotierendes Magnetfeld zur Wirkung. So
entstand der Dreiphasenmotor oder eigentlich Drehstrommotor, bei welchem
die Leitung nur drei Drähte erfordert und dessen Drehfeld als praktisch
ganz gleichmässig anzusehen ist, weil die Winkelgeschwindigkeit des
Motors keinen merklichen Schwankungen unterliegt[18]. Da derartige[19]
Motoren von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Generators ganz unabhängig
ihre Arbeit verrichten, so nennt man sie auch asynchrone[20] Motoren.
39.
CHEMIE.
Die Chemie ist die Lehre von den Eigenschaften[1] und Umwandlungen[2]
der Elemente der Natur und von ihren Verbindungen. Sowohl die Elemente
wie ihre Verbindungen nennt man Stoffe[3]. Man kann daher die Chemie
auch als die Lehre von den Stoffen, ihren Eigenschaften und Umwandlungen
bezeichnen.
Elemente der Natur oder chemische Grundstoffe[4] nennt man diejenigen
Stoffe, welche wir bis jetzt nicht in andere Stoffe zu spalten oder zu
zerlegen vermögen und daher als chemisch einfach oder unzersetzbar
betrachten, ohne dass[5] mit Bestimmtheit gesagt werden kann, dass sie
wirklich unzersetzbar sind. Aus den chemischen Grundstoffen baut sich
die ganze körperliche Welt vom einfachen Mineral bis zur Pflanze und dem
Tier auf.
Jedes Element besitzt eigenthümliche Merkmale[6], die man teils
physikalische, teils chemische Eigenschaften oder chemisches
Verhalten[7] nennt.
Die physikalischen Eigenschaften beziehen sich hauptsächlich auf den
Aggregatzustand und alles damit Zusammenhängende.
Unter dem Aggregatzustande der Stoffe versteht man die Eigenschaft
derselben, je nach den auf sie einwirkenden Druck- und
Temperaturverhältnissen[8], entweder den luftförmigen (gasförmigen)
oder den flüssigen oder den festen Zustand anzunehmen.
Im gasförmigen Zustande nimmt[9] die Materie den grössten Raum ein,
besitzt keinen Zusammenhang, und vermag daher keine selbstständige Form
oder Gestalt anzunehmen, sondern erfüllt jeden Raum, den man ihr bietet,
vollständig. Lässt[10] man in einen mit einem Gase erfüllten Raum ein
zweites Gas einströmen, so verbreitet sich letzteres allmählig
(vorausgesetzt dass die Gase nicht chemisch auf einander einwirken) in
dem Raume ebenso gleichmässig, wie wenn kein anderes Gas vorhanden wäre.
Man nennt dies die Diffusion der Gase. In der atmosphärischen Luft sind
Sauerstoff- und Stickstoffgas[11] mit einander diffundiert.
Nach Boyle vermindert sich bei[12] allen Gasen der Raum, den ein Gas
einnimmt, im umgekehrten Verhältnis zum Druck. Lässt man z. B. auf ein
Gas, das einen Raum von 100 l erfüllt, einen doppelten Druck wirken, so
wird dadurch das Gas auf sein halbes Volumen, also auf 50 l,
zusammengepresst.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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