German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Eine besondere Art der Verflüssigung erleiden die Gase durch ihre
Eigenschaft, sich in verschiedenen Flüssigkeiten zu lösen, dabei von der
Flüssigkeit aufgenommen (absorbiert) zu werden und damit ein homogenes
flüssiges Gemenge zu bilden. Die Löslichkeit der Gase in Wasser z. B.
ist sehr verschieden. 1 Vol. Wasser von 0° C. und 760 mm Druck löst 0,04
Vol. Sauerstoff, 1,8 Vol. Kohlensäure[14], 4,4 Volumina
Schwefelwasserstoff[15], 525 Vol. Chlorwasserstoff[16] und sogar 1148
Vol. Ammoniakgas. Bei steigender Temperatur sowie bei Druckverminderung
nimmt[17] die Löslichkeit ab.
41.
Viele Flüssigkeiten haben die Eigenschaft, selbst bei niedrigen
Temperaturen, sich mehr oder weniger rasch zu verflüchtigen[1]. Man
nennt dies Verdampfung[2] oder Verdunstung[3]. Chloroform z. B.
verdunstet selbst bei niedrigen Temperaturen so rasch, dass es, wenn man
es in einer ungenügend[4] verschlossenen Flasche aufbewahrt, vollständig
aus derselben verschwindet.
Die Verflüssigung der festen Körper durch Erhitzung nennt man Schmelzen,
und den Temperaturgrad, bei welchem die Schmelzung vor sich geht[5], den
Schmelzpunkt. Lässt man den geschmolzenen Körper unter seinen
Schmelzpunkt abkühlen, so wird er wieder fest. Der Temperaturgrad, bei
welchem dies geschieht, wird Erstarrungspunkt, beim Wasser Gefrierpunkt
genannt.
Manche Stoffe, z. B. Arsentrioxyd, Kalomel, Kampfer, verwandeln sich
beim Erhitzen, ohne vorher zu schmelzen, in Dampf, welcher sich, mit
genügend abgekühlten Flächen in Berührung gebracht[6], direkt wieder zu
festen Körpern verdichtet. Diese Art der Verflüchtigung wird Sublimation
genannt. Man kann jedoch auch schmelzbare Körper, wie Jod[7],
Benzoesäure, sublimieren, wenn man das Erhitzen im luftverdünnten[8]
oder luftleeren Raume vornimmt, oder wenn man sie nicht ganz bis zu
ihrem Schmelzpunkte erhitzt.
Die Verflüssigung fester Körper in Flüssigkeiten nennt man lösen[9]. Ein
fester Körper ist löslich[9], wenn er sich in der Flüssigkeit (dem
Lösungsmittel), mit welcher man ihn in Berührung bringt, zu einer völlig
homogenen flüssigen Mischung, der Lösung[9], verteilt.
Je nachdem sich ein Körper nicht oder nur langsam und in
verhältnismässig geringer Menge, oder rasch und in grosser Menge löst,
unterscheidet man unlösliche, schwer- und leichtlösliche Körper. In
Wasser z. B. sind Kreide, Glas, Fett unlöslich, gebrannter Kalk, Gips,
Weinstein[10] schwer, Chlorcalcium[11], Pottasche, Zucker leicht
auflöslich. Pottasche, Chlorcalcium und manche andere Stoffe ziehen
sogar Feuchtigkeit aus der Luft an und verwandeln sich infolgedessen[12]
beim Liegen an der Luft von selbst in eine wässerige Lösung; man nennt
sie zerfliesslich.[13]
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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