German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Hat man von einem festen Körper so viel in der Flüssigkeit gelöst, als
letztere davon zu lösen vermag, so ist die Lösung eine konzentrierte
oder gesättigte, andernfalls eine verdünnte oder ungesättigte. Bei den
meisten Körpern nimmt[14] die Löslichkeit im Verhältnis der
Temperaturerhöhung zu. Bei 15° braucht 1 Teil Weinstein z. B. um sich zu
lösen 220, bei 100° nur 15 Teile Wasser. Lässt man eine heiss gesättigte
Lösung abkühlen, so scheidet[15] sich, und zwar[16] meistens in
Krystallen, derjenige Teil des gelösten Stoffes aus, der sich bei der
niedrigen Temperatur nicht mehr gelöst zu halten vermag.
Je grösser die Oberfläche eines Körpers, desto grösser ist seine
Absorptionsfähigkeit für Gase. Dichte, feinporige Holzkohle absorbiert
im frisch ausgeglühten Zustande von Ammoniakgas ihr 90faches, von
Kohlensäuregas ihr 35faches, von Sauerstoffgas ihr 9faches und von
Wasserstoffgas ihr 2faches Volumen. Fein verteiltes Platin
(Platinmohr[17]) absorbiert viele Gase, vor allen aber Sauerstoff, von
welchem es mehr als sein 200faches Volumen auf seiner Oberfläche
verdichtet.
42.
Die Dichte der Stoffe wird nach dem Gewichte beurteilt, welches
bestimmte Volumina derselben besitzen. Als Einheit[1] hat man für feste
und flüssige Körper das Wasser in seinem dichtesten Zustande (von +4°
C.), für die Gase die atmosphärische Luft bei 0° und 76 cm
Quecksilberdruck gewählt.
Die Zahlen, welche sich ergeben, wenn man die Gewichte ein und desselben
Volumens, (nämlich je eines Kubikcentimeters) der festen, flüssigen und
gasförmigen Stoffe bei 0° und 76 cm Quecksilberdruck bestimmt und in
Grammen ausdrückt, werden spezifisches Gewicht genannt.
Bei den festen und flüssigen Körpern besteht kein Unterschied zwischen
den die Dichte und den das spez. Gew. angebenden Zahlen. Die Zahl 10,5
bezeichnet sowohl die Dichte wie das spez. Gew. des Silbers, je nachdem
damit ausgedrückt werden soll, dass das Silber 10,5 mal schwerer sei als
ein gleiches Volumen Wasser, oder dass. 1 ccm Silber 10,5 g wiege,
wobei[2] es wichtig ist, zu wissen, dass 1 ccm Wasser von +4° = 1 g
wiegt.
Bei den Gasen dagegen stimmen[3] die auf deren Dichte und spez. Gew.
bezüglichen[4] Zahlen nicht überein, weil sich die Dichtigkeitswerte auf
ein gleiches Volumen von Luft als Einheit, die spez. Gewichtszahlen
dagegen auf das in Grammen von je 1 ccm, also auf 1 g Wasser als Einheit
beziehen.
Die Dichte der Luft ist bei 0° und 76 cm Quecksilberdruck = 1; das spez.
Gew. der Luft dagegen, d. h. das Gewicht von je 1 ccm Luft von
mittlerer[5] Zusammensetzung[6] bei 0° und 76 cm Quecksilberdruck ist =
0,001293 g.
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