German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Manche Elemente verbinden sich direkt mit einander, d. h. bei blosser
Berührung; andere können nur indirekt, auf Umwegen[7], andere gar nicht
miteinander verbunden werden. Je nachdem sich zwei Elemente leicht,
schwer oder gar nicht miteinander verbinden lassen, sagt man gewöhnlich:
Die beiden Elemente besitzen eine grosse, geringe oder gar keine
chemische Verwandtschaft[8] zu einander.
Die Atome der verschiedenen Elemente besitzen eine verschiedene, jedoch
bestimmte und begrenzte Fähigkeit[9], sich mit anderen Atomen zu
verbinden. Bezieht man diese Fähigkeit, die sogen.[10] Valenz, auf die
Verbindungsverhältnisse der Elemente mit Wasserstoff, so findet man,
dass sich ein Teil der Elemente nur mit 1, ein anderer Teil mit 2, 3 und
4 Atomen Wasserstoff zu verbinden vermag. Dementsprechend[11]
unterscheidet man einwertige,[12] zweiwertige, dreiwertige und
vierwertige Elemente. In den organischen Verbindungen bewahren[13] die
hauptsächlich beteiligten Elemente die ihren Atomen eigene Valenz. In
denselben ist der Kohlenstoff[14] konstant vierwertig, der Sauerstoff
konstant zweiwertig, der Wasserstoff konstant einwertig.
46.
Säuren nennt man diejenigen Verbindungen des Wasserstoffs mit
elektronegativen Elementen oder Radikalen, welche sich mit den Basen bei
Gegenwart[1] und unter gleichzeitiger Bildung von Wasser zu Salzen
umsetzen[2]. Die in Wasser löslichen Säuren besitzen gewöhnlich einen
mehr oder weniger sauren Geschmack, sowie eine saure Reaktion, infolge
deren sie blaues Lackmuspapier[3] röten.
Die Säuren, ähnlich wie die Elementaratome, besitzen eine verschiedene
Wertigkeit[4] oder Sättigungskapazität[5]. Salpetersäure HNO_{3} bedarf
zu ihrer Sättigung oder Neutralisation, d. h. zur Bildung eines
neutralen Salzes, nur ein Molekül Kaliumhydroxyd (Aetzkali[6]) KOH,
wobei ihr einziges Wasserstoffatom durch Kalium ersetzt wird und
Salpeter KNO_{3} entsteht. Solche Säuren nennt man einbasisch. Die
Schwefelsäure H_{2}SO_{4} ist zweibasisch, denn sie hat zwei durch
Metalle oder Radikale ersetzbare[7] Wasserstoffatome. Sie gebraucht zur
Sättigung zwei Moleküle einer Basis mit einem einwertigen Metall (z. B.
Aetzkali), oder ein Molekül einer Basis mit zweiwertigem Metall (z. B.
Kalkhydrat Ca(OH)_{2}). Lässt man nur ein Molekül Aetzkali auf
Schwefelsäure wirken, so kann nur ein Atom H der Säure durch ein Atom K
des Kalis ersetzt werden, wodurch ein unvollständig gesättigtes,
sogen.[8] saures Salz, das saure Kaliumsulfat KHSO_{4}, entsteht.
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