German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and EngineeringKroeh, Charles Frederick
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German Science Reader: An Introduction to Scientific German, for Students of Physics, Chemistry and Engineering
Kroeh, Charles Frederick
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Das Eisenoxydul, Ferrooxyd[6] FeO ist in reinem Zustande wenig bekannt.
Das Eisenoxyd, Ferrioxyd[7], Eisensesquioxyd, Fe_{2}O_{3}, findet sich
sehr häufig in der Natur. Wenn metallisches Eisen längere Zeit in
feuchter Luft liegen bleibt, so bildet sich darauf der sogenannte Rost,
der nichts anderes ist als Eisenhydroxyd.
Eisenoxyd und Eisenoxydul vereinigen sich in verschiedenen Verhältnissen
mit einander, besonders zu Eisenoxyduloxyd Fe_{3}O_{4}, das in der Natur
als Magneteisenstein vorkommt.
Je nachdem sich Eisenoxydul oder Eisenoxyd mit Säuren zu Salzen umsetzt,
erhalten wir Ferrosalze oder Ferrisalze.
So unterscheidet man z. B. das Ferrosulfat, das schwefelsaure
Eisenoxydul FeSO_{4} + 7 H_{2}O, auch Eisenvitriol, grüner Vitriol
genannt, von dem Ferrisulfat, dem schwefelsauren Eisenoxyd
Fe_{2}(SO_{4})_{3}.
Mit Chlor bildet das Eisen das Ferrochlorid, Eisenchlorür[8] FeCl_{2}
und das Ferrichlorid, Eisenchlorid Fe_{2}Cl_{6} oder richtiger
Fe_{2}Cl_{3}.
Eisen und Schwefel verbinden sich sehr leicht direkt mit einander. Man
kennt mindestens drei verschiedene Eisensulfide: das Ferrosulfid,
Einfachschwefeleisen[6] FeS, das Ferrisulfid, Eisensesquisulfid
Fe_{2}S_{3}, und das Eisendisulfid, Zweifachschwefeleisen[9] FeS_{2}.
55.
_Benzolreihe._ Die wichtigeren[1], besonders die niedrigeren[1] Glieder
der Benzolreihe findet man in dem[2] durch trockene Destillation der
Steinkohlen behufs der Leuchtgasbereitung entstehenden Steinkohlenteer,
zum Teil auch im Steinkohlenleuchtgas selbst, und benutzt beide Produkte
zu ihrer Fabrikation, die in grossem Massstabe betrieben wird, und
darauf beruht[3], dass man den Kohlenteer der fraktionierten
Destillation unterwirft und die Produkte nach[4] ihren Siedpunkten
trennt und durch verschiedene Manipulationen reinigt. In neuerer Zeit
werden auch beträchtliche Mengen von Benzol und Homologen (Toluol,
Xylol, Cumol etc.) aus dem Gase der Koksöfen gewonnen. Bei diesem
Prozess entstehen bedeutende Mengen von Gas, welches durch geeignete,
mit schweren Teerölen beschickte[5] Absorptionsapparate geleitet wird,
wobei das Teeröl das im Gas enthaltene Benzol samt Homologen zurückhält.
Durch Einblasen von gespanntem Wasserdampf entzieht man dem vorher
erhitzten Oel das absorbierte Benzol wieder, da letzteres mit
Wasserdämpfen leicht flüchtig ist. Die Kohlenwasserstoffe der
Benzolreihe[6] lassen sich unter dem Einflusse verschiedener chemischer
Agentien leicht in unbegrenzt viele neue Verbindungen überführen. Mit
Chlor, Brom und Jod geben sie Additions- oder Substitutionsprodukte, mit
konzentrierter Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure
Nitroderivate, in welchen ein oder mehrere Wasserstoffatome durch die
Gruppe NO_{2} ersetzt[7] sind. Bei der Einwirkung von konzentrierter
oder von rauchender Schwefelsäure bilden sich Sulfosäuren[8]: hier wird
ein Wasserstoffatom, oder auch mehrere, durch die Gruppe SO_{3}H
ersetzt. Diese Kohlenwasserstoffe sind infolgedessen nicht allein in
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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