Satiro-Mastix; or, the Vntrussing of the Humorous PoetDekker, Thomas
General
Satiro-Mastix; or, the Vntrussing of the Humorous Poet
Dekker, Thomas
Jonson, Ben, 1573?-1637
Der Tucca des _Satiromastix_ hat auch eine kleine Änderung an seiner
Person erfahren. Er ist nicht mehr der ruhmredige, prahlende Tucca
des _Poetasters_, der die Reihe Shift (i. _Ev. Man out_) und Bobadil
(i. _Ev. Man in_) schliesst; seine Stärke ist der Gebrauch derber
Redensarten geworden, und er steht ganz im Dienste der _Poetaster_,
deren wahres Sprachrohr er ist.
Nicht unerwähnt soll schliesslich die grosse Ähnlichkeit bleiben,
welche in den Charakteren des _Asinius Bubo_ und des Simplicius
Faber aus _What you will_ herrscht. Hinsichtlich seiner, des Bubo,
Persönlichkeit müssen wir wohl mit ~Small~[11] vermuten, dass er ein
dienender Jünger des Horace-Jonson war; und vielleicht wird seine
Identität mit dem ziemlich unbekannten Theaterdichter ~Wentworth Smith~
noch einmal festgestellt.
Soviel über die einzelnen Figuren des Untrussing-Spieles. Was den
Inhalt dieses Teiles selbst betrifft, so kann man kurz sagen: seine
Quellen liegen in erster Linie im _Poetaster_ und dem Leben ~Ben
Jonson’s~, in zweiter Linie in anderen Dramen dieses Dichters. Die
zahlreichen Anspielungen darauf und auf die zeitgenössische Literatur,
die diesen Teil nahezu ausmachen, sind in den Erläuterungen zum Texte
näher behandelt.
Es erübrigt vielleicht noch ein paar Worte über die beiden Stellen[12]
hinzuzufügen, welche ein Lob auf den Haarwuchs und ein solches auf
die Kahlköpfigkeit enthalten. ~Small~ hat auch hier auf die beiden
Schriften von ~Rich. Harvey~ und von ~Nash~ hingewiesen[13], welche
diese kleine Kontroverse veranlasst haben mögen, und fügt ganz
richtig hinzu «the dispute _dates_ back to» Dio Chrysostomos’ Lob des
Haarwuchses[14] und Synesius Cyrenensis’ Calvitii Encomium[15], denn
als Quellen im engeren Sinne können diese beiden letzteren nicht
aufgefasst werden. Die Generalidee ein Lob auf die Kahlköpfigkeit
einem Lob auf den Haarwuchs entgegenzustellen lässt sich ja auf die
beiden alten Philosophen zurückführen; aber die Behandlung des Themas
in Horace’s Lob auf das Haar ist ganz frei, und Crispinus’ Lob auf
die Kahlköpfigkeit zeigt eigentlich auch nichts von der eigenartigen
Behandlungsweise des Synesius, der sehr viel mit historischen
Beispielen arbeitet. Es müsste denn sein, dass der Exkurs ins Weltall
und besonders der Vergleich mit dem Monde nicht mehr als zufällig
bezeichnet werden könnte, dann müsste als vermittelndes Glied die von
~Small~ angegebene englische Übersetzung durch ~Abr. Fleming~ aus dem
Jahre 1579 eintreten.
Wiewohl beide Lobreden Horace und Crispinus in den Mund gelegt
sind, also scheinbar dem Untrussing angehören, so müssen sie doch
ursprünglich schon für das Rufusspiel niedergeschrieben worden sein,
denn einmal enthalten sie keine Ausfälle der Poetaster auf ihren
Gegner, und dann scheinen sie mir sorgfältig ausgearbeitet zu sein und
zeigen nichts von der Hast der Untrussing-Teile.
Public-domain text, read in full here on John Shaqi.
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